Kommunalwahl Coburg Junge Union stellt erstmals Stadtratsliste auf

Unter dem Motto „Make Coburg Young again“ hat die JU Coburg Stadt 40 Kandidaten für eine eigene Stadtratsliste vorgestellt. Das sind ihre Ziele.

Mit der eigenen Liste setzt die Junge Union zudem ein Signal in Richtung Nachwuchs. Foto: picture alliance/dpa

Die Junge Union Coburg-Stadt hat am 21. Dezember ihre Stadtratsliste für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt. Damit tritt die JU in Coburg erstmals mit einer eigenen Liste an. Insgesamt wurden 40 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert – bei einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 22,8 Jahren.

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„Wir stellen eine eigene Liste auf, weil wir im Stadtrat mitentscheiden wollen“, sagte Nick Bätz, Spitzenkandidat der Jungen-Union-Liste, zu Beginn der Aufstellungsversammlung. Für die JU gehe es darum, Entscheidungen künftig stärker auch aus Sicht der jüngeren Generation zu diskutieren. „Im aktuellen Stadtrat ist kein einziges Mitglied unter 30. Das wollen wir ändern.“

Junge Perspektive im Stadtrat

Der Slogan „Make Coburg Young again“ sei dabei kein Spruch, sondern ein Anspruch. „Das heißt für uns ganz konkret: mehr junge Perspektive im Stadtrat, mehr Themen, die junge Leute betreffen und mehr Mut zur Veränderung“, so Bätz. Es gehe nicht um ein Gegeneinander der Generationen, sondern darum, dass Coburg von unterschiedlichen Lebensrealitäten profitiere. „Wer heute 18, 22 oder 27 ist, erlebt die Stadt anders als jemand, der seit Jahrzehnten im Berufsleben steht und genau diese Perspektive fehlt aktuell komplett im Gremium.“

Mit der eigenen Liste setzt die Junge Union zudem ein Signal in Richtung Nachwuchs und Beteiligung: Viele Kandidierende treten erstmals für ein kommunales Mandat an. Jakob Wutke, Kreisvorsitzender der JU Coburg-Stadt, betonte den praktischen Blickwinkel der Liste: „Viele von uns sind gerade in Ausbildung, Studium oder im Berufseinstieg. Wir wollen nicht nur über junge Menschen reden, sondern als junge Menschen mitentscheiden.“ Wutke ergänzte: „Andere tun sich oft schon schwer, Kandidaten unter 30 zu finden, geschweige denn unter 25. Bei uns liegt der Altersdurchschnitt bei 22,8 Jahren. Das ist in der Kommunalpolitik schon rekordverdächtig und zeigt, dass hier wirklich eine Generation bereitsteht, kommunalpolitische Veränderung voranzutreiben.“

Inhaltlich will die Junge Union ihren Schwerpunkt auf konkrete Projekte legen. Einen besonderen Fokus setzt sie auf Wirtschaft und Stadtfinanzen. Die JU spricht sich für eine Senkung des Gewerbesteuer-Hebesatzes aus, um Betriebe zu entlasten und Investitionen zu erleichtern.

Ergänzend soll ein Erstwohnsitz-Bonus Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger stärker an Coburg binden.

  Zudem fordert die JU ein Jugendparlament nach Kronacher Vorbild, das junge Menschen dauerhaft und verbindlich an Entscheidungen im Rathaus beteiligt.

Auch die Themen Klimaschutz und Sicherheit sollen im Wahlkampf eine zentrale Rolle spielen. „Wir wollen eine zukunftsfähige Stadt schaffen, in der sich Jung und Alt gleichermaßen wohlfühlen können“, so Spitzenkandidat Bätz.

Unterstützung für OB-Kandidatur

Die JU versteht sich als eigenständige Liste mit eigenen Ideen. Gleichzeitig betont sie die Geschlossenheit im Oberbürgermeisterwahlkampf. Hans-Herbert Hartan sei „die richtige Person für das Amt des Oberbürgermeisters“, erklärte Bätz. „Wir können eigenständig auftreten und trotzdem klar sagen, wem wir zutrauen, diese Stadt zu führen.“ Hartan war bei der Aufstellung anwesend und richtete ein Grußwort an die Versammlung.

Die vollständige Liste: 1. Nick Bätz, 2. Jakob Wutke, 3. Laura Scheler, 4. Maximilian Wenning, 5. Noah Altenfelder, 6. Oskar Luft, 7. Tim Heitmann, 8. Leopold Glodschei, 9. Niklas Heitmann, 10. Pauline Schubart, 11. Sascha Then, 12. Kevin Knight, 13. Anton Luft, 14. Michel Seufert, 15. Katharina Wenning, 16. Robert Scheler, 17. Ugurcan Sener, 18. Luca Gräbel, 19. Lisa Langer, 20. Leopold Raab, 21. Lars Schilling, 22. Yannik Hannusch, 23. Alexander Grinko, 24. Anna Fischer, 25. Aleksander Radulovic, 26. Tim Schlüter, 27. Julius Spichall, 28. Mia-Sophie Voß, 29. Elias Greßler, 30. Kilian Elitzke, 31. Tim Heinze, 32. Florian Schneider, 33. Laurin Konggan, 34. Sophia Meier, 35. Tim Reissmann, 36. Marcel Nerz, 37. Anton-Ludwig Schmidt, 38. Merlin Mandlik, 39. Tim Lauterbach, 40. Jan Gerken