Kommunalwahl Landkreistag: Es kann Mehrheiten ohne Extremisten geben

Briefwahlumschläge für die Kommunalwahl liegen im Rathaus Hildburghausen zur Auszählung bereit. Gewählt werden 17 Kreistage, Stadträte und Oberbürgermeister in den 5 kreisfreien Städten und Landräte in 13 Landkreisen, dazu kommen die Wahlen für 600 Stadt- und Gemeinderäte. Foto: Michael Reichel/dpa

Nach den Kommunal- und Landratswahlen in Thüringen sieht der Deutsche Landkreistag (DLT) keinen Grund für Aufregung. "Für alle Kreise und kreisfreien Städte gilt weiterhin, dass es Mehrheiten in den Kommunalvertretungen jenseits von einer Zusammenarbeit mit Extremisten gibt", sagte der Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbandes, Hans-Günter Henneke, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

 
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Berlin - Nach den Kommunal- und Landratswahlen in Thüringen sieht der Deutsche Landkreistag (DLT) keinen Grund für Aufregung. "Für alle Kreise und kreisfreien Städte gilt weiterhin, dass es Mehrheiten in den Kommunalvertretungen jenseits von einer Zusammenarbeit mit Extremisten gibt", sagte der Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbandes, Hans-Günter Henneke, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Für die Wahlen der Landräte sei festzustellen, dass es in allen zwölf Kreisen, in denen eine Stichwahl potenziell möglich gewesen sei, nun auch zu einer Stichwahl komme, sagte Henneke. "Dabei ist damit zu rechnen, dass die sechs bisherigen Amtsinhaber, die in die Stichwahl müssen, diese auch gewinnen werden, zumal sie fünfmal einen beachtlichen Vorsprung aufweisen", fügte er hinzu. In den weiteren sechs Landkreisen, wo die bisherigen Landräte ausschieden, komme es fünfmal zu einer Stichwahl zwischen den jeweils deutlich führenden Kandidaten der CDU und der AfD.

Neun von 13 angetretenen AfD-Kandidaten kamen nach den Ergebnissen vom Sonntag in die Stichwahl oder standen nach letzten Auszählungsständen kurz davor - vor allem gegen CDU-Kandidaten. Allerdings lag die AfD nur im Landkreis Altenburger Land in Ostthüringen vorn. Teils landeten ihre Bewerber weit hinter denen der anderen Parteien. Für Aufregung sorgte das Abschneiden eines Neonazis bei der Landratswahl im Kreis Hildburghausen - Tommy Frenck schaffte es mit 24,9 Prozent in die Stichwahl.

In Hildburghausen habe es "eine besondere Konstellation" gegeben, da es die CDU nach dem Motto "Getrennt marschieren, vereint verlieren" nicht in die Stichwahl geschafft habe, sagte der DLT-Hauptgeschäftsführer. Hier liege ein Kandidat der Freien Wähler im ersten Wahlgang deutlich vorn und dürfte sicher gewinnen, prognostizierte er.

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