Kommunen CDU zwingt Erfurts SPD-Oberbürgermeister in die Stichwahl

Briefwahlumschläge für die Kommunalwahl liegen im Rathaus Hildburghausen zur Auszählung bereit. Foto: Michael Reichel/dpa

Erfurts langjähriger SPD-Oberbürgermeister Andreas Bausewein muss um sein Amt kämpfen. Im ersten Durchgang der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag kam der 51-Jährige mit 22,7 Prozent nur auf Rang zwei, wie aus Daten des Landeswahlleiters hervorgeht.

 
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Erfurt (dpa/th) - Erfurts langjähriger SPD-Oberbürgermeister Andreas Bausewein muss um sein Amt kämpfen. Im ersten Durchgang der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag kam der 51-Jährige mit 22,7 Prozent nur auf Rang zwei, wie aus Daten des Landeswahlleiters hervorgeht. Bausewein, der seit 18 Jahren an der Spitze der Thüringer Landeshauptstadt steht, muss bei der Stichwahl am 9. Juni gegen den CDU-Herausforderer Andreas Horn antreten, der 28,3 Prozent der Stimmen erhielt.

Hinter Bausewein verfehlte der Thüringer AfD-Co-Vorsitzende Stefan Möller die Stichwahl mit 19,4 Prozent der Stimmen. Der Jurist Horn ist seit 2019 Beigeordneter in Erfurt und für Sicherheit und Umwelt zuständig. Bausewein, der seit 2006 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt mit rund 215.000 Einwohnern ist, war in den vergangenen Monaten vor allem wegen seines Agierens bei Personalquerelen und Verfehlungen am Theater Erfurt in die Kritik geraten. Erfurt galt lange als Hochburg der SPD, Bausewein war einige Jahre lang auch SPD-Parteivorsitzender in Thüringen.

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