Kosmetik Douglas profitiert von der wachsenden Feierlaune in Europa

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Parfüms und Kosmetika sind wieder beliebter: Mit der auslaufenden Pandemie kann Douglas aufatmen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Das Geschäft der größten deutschen Parfümeriekette leidet zur Zeit noch nicht unter der hohen Inflation und dem Ukrainekrieg. Bei den Kunden überwiegt die Freude, endlich wieder feiern zu können.

Düsseldorf - Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas profitiert nach dem Ende der meisten Corona-Auflagen von der wachsenden Feierlaune in Europa. "Man merkt, dass die Partys zurück sind", sagte Douglas-Chefin Tina Müller.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 - also von Januar bis März - lagen die Umsätze des Beauty-Konzerns mit 719 Millionen Euro um 30,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch die Sorge über die hohe Inflation und der Ukrainekrieg hätten die Bereitschaft, wieder mehr für die eigene Schönheit auszugeben, bislang nicht dämpfen können, sagte Müller. Von einer Kaufzurückhaltung oder einem Umschwenken der Kunden auf billigere Produkte habe Douglas im 2. Quartal nichts gespürt. Der Nachholeffekt nach der Coronazeit und die Freude an sozialen Kontakten überlagerten offenbar bislang die Auswirkungen der aktuellen Krisen.

Bei Douglas selbst halten sich die Preiserhöhungen wegen der lang laufenden Verträge mit den Lieferanten nach Unternehmensangaben derzeit noch im "normalen Rahmen". Doch spüre auch die Parfümeriekette hier und da die Lieferprobleme der Hersteller. Weil es etwa an Pumpen bei den Parfümes oder an Glastiegeln fehle, seien öfter als sonst Produkte nicht lieferbar.

Werbestrategie mit bekannter Musikerin

Ein Comeback erlebten im ersten Quartal vor allem die Douglas-Filialen, die ihre Umsätze im Vergleich zu dem vom Lockdown stark beeinflussten Vorjahresquartal um 81 Prozent steigern konnten. Die Online-Umsätze gingen dagegen um 14 Prozent zurück. "Wir sehen nun nach Ende der Lockdowns, wie die Umsatzverhältnisse zwischen Online- und Filialgeschäft beginnen, sich neu einzupendeln, sagte Müller. Doch sei der E-Commerce-Umsatz auch im 2. Quartal doppelt so hoch gewesen wie vor der Pandemie.

Das operative Konzernergebnis (bereinigtes Ebitda) stieg um 26,5 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro. Unter dem Strich musste Douglas nicht zuletzt wegen der Restrukturierungskosten für das Spaniengeschäft jedoch einen Verlust von 102 Millionen Euro ausweisen.

Wachstumsimpulse erwartet Douglas von der Übernahme der niederländischen Onlineapotheke Disapo. Seit April bietet das Tochterunternehmen im Douglas-Onlineshop Apotheken-Kosmetik und rezeptfreie Produkte an. Außerdem sicherte sich Douglas europaweit die Exklusivrechte für das Parfüm der US-Musikerin Billie Eilish und hofft auf gute Geschäfte damit. Die Nachfrage nach Celebrity-Produkten sei groß, sagte Müller.

 

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