Welche Folgen hat die Abschaltung russischer Starlink-Terminals für den weiteren Kriegsverlauf?
Das russische Militär ist von der Abschaltung deutlich stärker betroffen als die Ukrainer. Der Militärkorrespondent des russischen Staatsfernsehens, Alexander Sladkow, klagte, dass die Kommunikation innerhalb der Einheiten auf das Niveau von 2022 - also kurz nach Kriegsbeginn - zurückgeworfen worden sei. Damals herrschte vielerorts Chaos und die Truppen wurden oft "blind" geführt, das heißt ohne Kenntnis der Umstände vor Ort.
Auch wenn es keine moderne Alternative zu Starlink gibt, heißt das nicht, dass Russland nicht mehr weiter Krieg führen kann. Für den Drohnenkampf an der Front setzt Russland bereits jetzt auf Glasfasertechnik. Die Drohnen hängen an einer Spule mit bis zu 50 Kilometer Glasfaserkabel und können so unbehelligt von Funkstörungen ins Ziel gelenkt werden. Die Kommunikation zwischen den Einheiten ist zwar erschwert, die Verluste werden damit steigen. Dank des personellen Übergewichts hofft Moskau trotzdem, seinen langsamen aber stetigen Vormarsch fortsetzen zu können.