Die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ali Chamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israels Militär in mehreren Teilen des Landes wieder regelmäßig an, unter anderem auch in Vororten Beiruts.
USA: Bisher mehr als 20 iranische Schiffe angegriffen
Die US-Streitkräfte haben im Krieg mit dem Iran nach eigenen Angaben bisher mehr als 20 Schiffe angegriffen oder versenkt. In der vergangenen Nacht sei auch ein Kriegsschiff der der iranischen Revolutionsgarden hinzugekommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Zuvor war bekanntgeworden, dass beim Beschuss eines iranischen Kriegsschiffes im Indischen Ozean nach Angaben Sri Lankas mindestens 80 Besatzungsmitglieder getötet wurden.
Katar: Iran will Nachbarstaaten in Krieg hineinziehen
Unterdessen wies Katar iranische Darstellungen zurück, wonach jüngste Raketenangriffe nicht gegen das Golfemirat gerichtet gewesen seien. Zuvor hatte der iranische Außenminister Araghtschi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna erklärt, der Iran ziele nur auf "US-Interessen in Katar". Nach katarischer Darstellung trafen die Geschosse jedoch zivile und bewohnte Gebiete. Der katarische Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani sprach von einem "eklatanten Verstoß" gegen die Souveränität des Staates Katar und gegen das Völkerrecht. Teheran versuche, Nachbarstaaten in einen Krieg hineinzuziehen, "der nicht der ihre ist". Er forderte ein sofortiges Ende der Angriffe auf Staaten der Region.