Die mit Kajal unterlegten Augen nimmt man ihm in seiner Rolle ebenso ab wie seine Neugier auf die Abgründe des Gegenübers. „Wir haben diskutiert, inwiefern wir unsere Unterschiedlichkeit kommentieren“, erzählt Schauspielkollegin Gisa Flake über die Entwicklung der Figuren. „Wir haben Eigenheiten und die werden gezeigt und nicht problematisiert.“ Alle hätten am Buch mitarbeiten können, dadurch habe sich eine schöne Lebendigkeit bei den Charakteren entwickelt.
Ross, Luschke und Rogov sind so etwas wie der Gegenentwurf zum typischen Duo-Ermittlerteam aus Haudrauf und Distanztyp. Kaczmarczyk ist gespannt auf die weitere Zusammenarbeit mit beiden - zumal ihre Figuren ja nur „anerzählt“ seien, so der Schauspieler. Für ihn ergibt die Dreier-Konstellation ein facettenreiches Spiel. Dabei bleibe ein „gewisser Überraschungseffekt“. Fazit: Das Schräge und Quergebürstete hat im Brandenburger „Polizeiruf“ endlich Platz - das ist über weite Strecken vergnüglich anzusehen, ohne dass der Krimi zu kurz kommt.