Die Fußball-WM
Zwar sind es noch drei Monate hin bis zum Mega-Event in den USA, Mexiko und Kanada. Doch angesichts des andauernden Krieges ist kaum vorstellbar, dass der Iran wie vorgesehen in den USA seine drei Gruppenspiele absolvieren wird. Ihm sei es "wirklich egal", ob der Iran teilnehmen werde oder nicht, sagte US-Präsident Trump zwar kürzlich. FIFA-Präsident Gianni Infantino berichtete nun aber, Trump habe ihm zugesichert, dass das iranische Team antreten dürfe.
Irans Sportminister Ahmad Donjamali schloss eine Teilnahme seines Landes in den USA zuletzt aber aus. Gemäß Artikel 6.2 der FIFA-Regularien kostet ein freiwilliger Rückzug mehr als 30 Tage vor WM-Start 250.000 Schweizer Franken (ca. 275.000 Euro) und das Doppelte bei einer kurzfristigeren Absage. Außerdem würde das Land einen Ausschluss von der WM 2030 riskieren.
Klar ist aber: Sollte der Krieg nicht vor dem WM-Start am 11. Juni beendet sein, läge auf dem Turnier ein riesengroßer Schatten - begleitet von gesellschaftspolitischen Diskussionen, Protestaktionen und großen Sicherheitsbedenken. Es wird so oder so "noch politisierter sein als die WM in Katar", glaubt Wissenschaftler Sons: "Der Sport kann sich der Weltlage nicht entziehen."