Er hat aber ganz offensichtlich unterschätzt, welche Wirkung seine private Entscheidung im politischen Raum haben würde. Nach Bekanntwerden der Leihmutterschaft entwickelte sich in der Union in kürzester Zeit ein Sturm der Empörung. Und es gab niemanden, der ihm zur Seite sprang.
In seinem Interview mit "Bild"-Vize Paul Ronzheimer zeigte er sich am Freitagnachmittag noch zuversichtlich, dass er bis zur nächsten regulären Fraktionssitzung damit durchkommen würde. Der Druck war aber schon zu diesem Zeitpunkt enorm. Merz verlor noch vor der CDU-Präsidiumssitzung am Montag die Geduld und drängte ihn zum Handeln.
Ob damit seine politische Karriere ganz endet, ist noch offen. Ein Comeback in gehobener Position ist angesichts seines Glaubwürdigkeitsverlusts aber kaum vorstellbar.