Kronach - Der Kronacher Stadtgraben, sonst ja eher etwas abseits gelegen und nicht im Fokus der Aufmerksamkeit, birgt in diesen Tagen eine kleine Sensation. Die heißt "Merilyn" und tut das, was Meerjungfrauen am besten können: sich lasziv die Haare wuscheln, sich räkeln und ihre Betrachter nach allen Regeln der Kunst in den Bann ziehen. "Merilyn" - der Name ist Programm und soll an das Sinnbild aller Versuchung, die große Marilyn Monroe, erinnern, aber eben auch an das Meer und seine Sirenen. Die Pose, die das Fabelwesen - halb Mensch, halb Fisch - eingenommen hat, erinnert an eines der berühmtesten Portraits der Monroe, bei dem sie die Arme hinter dem Kopf verschränkt, einen hübschen Kussmund macht und ihr ausladendes Dekolleté präsentiert. Aber die Nixe im Kronacher Stadtgraben kann noch mehr: Nahezu schwebend auf einer Woge von Licht stößt ihr blanker Busen zu jeder vollen Stunde eine Fontäne blauen Nebels aus.