Kronach 7000 Quadratmeter für gefällte Bäume

Karl-Heinz Hofmann

Der Holzeinschlag in den Wäldern der Stadt Kronach ist zuletzt dramatisch angestiegen. Doch wo lagern? Es braucht eine Übergangslösung.

Auf dieser Fläche zwischen Gut Birkach (links im Hintergrund) in Richtung Norden nach Glosberg entsteht eine Holzlagerfläche als Zwischenlager vor dem Abtransport an verschiedene regionale Sägewerke. Bei einer Ortsbegehung machten sich (von links) Martin Burger, Markus Wich, Johannes Schneider, Bürgermeisterin Angela Hofmann und Jörg Schnappauf ein Bild von dem Areal. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Die Stadt Kronach lässt in Kürze einen Holz-Zwischenlagerplatz zwischen dem Gut Birkach und Glosberg anlegen. Darüber informierten bei einer Ortsbegehung Kommunalwaldförster Johannes Schneider und Markus Wich, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung (WBV) Kronach-Rothenkirchen.

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Anlass für die Anlage des Lagerplatzes ist der zuletzt enorme Anstieg der Einschlagsmengen auch im 368 Hektar großen Stadtwald von Kronach und dem ebenfalls von der Stadt verwalteten Spitalwald, der 269 Hektar groß ist. Bereits seit über drei Jahren hat der Frankenwald laut Förster Schneider außerordentliche Borkenkäferprobleme. Bis jetzt hätten noch nicht alle Käfernester aufgearbeitet werden. Gerade Privatwaldbesitzer seien teils vollkommen überfordert mit der Situation. Dort blieben schadhafte Bäume oft längere Zeit stehen und der Borkenkäfer habe in seinem Populationsdrang leichtes Spiel. Die heißen, trockenen Sommer der vergangenen Jahre hätten die Waldbestände zusätzlich geschwächt.

Pläne für Wiederaufforstung

Habe man im Jahr 2020 6609 und 2021 5588 Erntefestmeter (Efm) verbucht, waren es laut Förster im vergangenen Jahr mit 12538 Efm mehr als doppelt so viel. Auch im Spitalwald zeichne sich ein rasanter Anstieg ab – auf 10 390 Efm. Mit dem Lagerplatz stelle man nun eine Fläche von 7000 Quadratmeter zur Verfügung, die Platz für rund 3000 Efm Holz bietet. Derzeit werden zudem bereits die ersten Arbeits- und Kulturpläne für die Wiederaufforstung ausgearbeitet. Es werden wohl unterschiedliche Baumarten eingesetzt, die vor allem dem Klimawandel gegenüber resistenter sein sollen.

Weil es außerdem schwer sei, genügend Unternehmen für den Abtransport zu finden, ist laut Johannes Schneider ein Zwischenlagerplatz notwendig. Bei Gut Birkach habe man eine ziemlich zentrale Lage gefunden. Das Holz wird sowohl an heimische Sägewerke, größtenteils aber für Export zum Weitertransport auf der Schiene der Deutschen Bahn gelagert. Aber auch Privatwaldbesitzer können sich an die WBV Kronach-Rothenkirchen wenden, wenn es um die Lagerung von eingeschlagenem Holz aus eigenem Waldbestand geht.