Kronach Auf Du und Du mit Stars und Sternchen

So kennt man ihn: Karlheinz Schäck war als Schlagzeuger und DJ in vielen Discos und Tanzsälen der Region auf der Bühne. Am heutigen Dienstag feiert er seinen 70. Geburtstag Foto: /Karl-Heinz Hofmann

Karlheinz Schäck ist nicht nur als Schlagzeuger und DJ legendär, sondern auch als Leiter zahlreicher Fanclubs. Heute feiert er seinen 70. Geburtstag.

Kronach - Karlheinz Schäck aus Kronach feiert am heutigen Dienstag seinen 70. Geburtstag. Der gebürtige Kronacher ist in den 1970er- und 1980er-Jahren im Landkreis Kronach legendär geworden. Als Discjockey, Schlagzeuger und Fanclub-Leiter brachte er große Stars nicht nur auf Platten in seine Heimatstadt Kronach, sondern er arrangierte auch Liveauftritte großer Pop- und Schlagerstars auf den Bühnen von Discos in der Region. Die etwas Älteren, die in den 1970er-Jahren vom Disco-Fieber infiziert waren, erinnern sich an schöne Abende und lange Nächte, wenn Karlheinz Schäck Platten auflegte.

Allerdings kann der gesellige DJ, Musiker und Entertainer seinen runden Geburtstag wegen der Corona-Pandemie nicht so feiern, wie er es sicher gerne gehabt hätte.

Seine Liebe zur Musik wurde ihm schon in die Wiege gelegt. Als Siebenjähriger führte sein Weg an das Schlagzeug des Spielmannszuges beim ATSV Kronach. Es dauerte nicht lange, da beherrschte der Autodidakt das Schlagwerk. Seine ersten Auftritte hatte er als 14-Jähriger mit der damaligen Band „Avengers“ aus Kleintettau. 1969 war er bereits ein gefragter Schlagzeuger, etwa bei der Kronacher Kultband „The Muffins“. Zeitgleich begann seine Karriere als DJ in der Eisdiele „Delphino“ am Kronacher Bahnhof, die sich später „Top-Ten“ nannte. Im Wechsel mit dem heutigen Showstar Thomas Gottschalk legte Schäck dort die Platten auf.

Mehr als 25 Jahre bei Büttenabenden

Das beliebte William-Beez-Sextett bildete die nächste Stufe auf Karlheinz Schäcks Karriereleiter. Zwischen 1972 bis 1976 füllte es die Tanzsäle weit über den Landkreis Kronach hinaus und absolvierte auch Hörfunk- und Fernsehaufnahmen.

1976 wechselte er zur Band „Swinging Church“, die viele Jazz-Messen gestaltete, aber auch in Tanzsälen unterwegs war. In den 1990er-Jahren schloss sich der Vollblut-Schlagzeuger der Band „Rainbow“ an, in der er nun schon seit 30 Jahren spielt. Mehr als 25 Jahre waren die „Rainbows“ Hauskapelle bei den beliebten Büttenabenden der „Ruotnkernge Fousanocht“.

Doch mit seinem Dasein als Musiker und DJ gab sich Karlheinz Schäck lange nicht zufrieden. Durch seine Popularität als Schlagzeuger und DJ knüpfte er zahlreiche Kontakte zu Schlagerstars und Bands der 1970er-Jahre. Sein zweites Hobby wurde die Leitung mehrerer Fanclub-Zentralen.

Freundschaftliche Beziehungen pflegte er beispielsweise zu Nino de Angelo („Jenseits von Eden“), dessen Fanclubleiter er 16 Jahre lang war. Von Kronach aus seien Tausende von Autogrammkarten in alle Welt verschickt worden, erinnert er sich. Auch für Rick Nelson, Nicki, Helmut Frey, Michael Hoffmann und die „Münchner Freiheit“ leitete er Fanclubs. Unvergesslich bleiben für ihn die persönlichen Kontakte und teils auch gemeinsamen Auftritte im „Don Quichotte“ in Rothenkirchen, wo er selbst Events mit berühmten Stars und Bands organisierte. Viele von ihnen waren bei ihm zu Hause zu Gast, etwa Wolfgang Petry, Christian Anders, Nicki, Helmut Frey, Ibo, Wolf Gerhards, Wolfgang de Benki und Michael Hoffmann. Bei so mancher Band sprang er sogar als Schlagzeuger ein. „An einen Abend durfte ich sogar bei der britischen Pop-Band ‚The Tremeloes’ den berühmten Schlagzeuger Dave Munden ersetzen, da es dieser vorgezogen hatte, lieber den Frontsänger zu machen“, erzählt er.

Drei Clubtreffen mit Nino de Angelo

Mit „Swinging Church“ habe er unter anderem Marianne Rosenberg, Graham Bonney, Ilja Richter, Ulli Martin und Buddy Caine begleitet. Mit Michaela Rose von der deutschen Popgruppe „Arabesque“ habe er immer noch sehr guten Kontakt. Und die „Münchner Freiheit“ habe ihren Erfolg auch ihrem Auftritt im „Don Quichotte“ zu verdanken. Sängerin Nicki („Servus, mach’s guat“) sei ebenfalls hier aufgetreten und habe – wie die „Münchner Freiheit“ – mehr als 800 Besucher in die Rothenkirchener Disco gelockt.

Mit Nino de Angelo habe er überdies drei Clubtreffen in Kronach und Köln organisiert, erzählt Schäck: „Im Fernsehen war bei Live-Übertragungen stets die Autogrammadresse von Kronach eingeblendet. Da kommen heute noch Autogrammwünsche an, da ja auf den LPs oder CDs die Adresse steht.“

Jahrelang brachte sich Karlheinz Schäck auch beim Kronacher Freischießen mit seinen Beziehungen und Kontakten ein. So hatte er die Fanclub-Leitung für das Marinemusikkorps Kiel und für das Heeresmusikkorps Hannover, wodurch deren beliebte Auftritte beim Schützenfest zustande kamen. Für Stadtführungen und Festungsbesuche setzte er sich ebenfalls gerne ein.

Leider kommt das Musizieren derzeit wegen der Corona-Pandemie viel zu kurz, bedauert der Schlagzeuger und DJ. Dennoch sei die Musik eben sein Leben. Karlheinz Schäcks Fazit: „Es hat sehr viel Spaß gemacht, den Leuten in der Region die Stars näherzubringen.“

 

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