Schwärzdorf - Natürlich ist das alles schon lange her. Dennoch kommt Werner Fischer nicht zur Ruhe, wenn er an den 18. Oktober 1965 denkt, ein Herbsttag wie jeder andere, doch nicht für ihn. Es sprudelt aus ihm heraus, als wäre es gestern gewesen, jedes Detail ist ihm noch gegenwärtig: die Idee zur Flucht, der Fluchtweg, die tödliche Gefahr des Minenfeldes und genau die Stelle des Grenzübertritts in der Nähe des Föritz-Flusses zwischen Sichelreuth und Schwärzdorf unweit Mitwitz. Dass er überlebt hat, grenzt an ein Wunder; er hatte einfach nur unbeschreibliches Glück und dankt Gott heute noch dafür.