Kronach Creativ 350 Botschafter für den Aufbruch

Michael Wunder
Der Vorsitzende von Kronach Creativ Rainer Kober zeichnete in diesem Jahr Gudrun Jersch-Bittermann als „Botschafterin der Eigeninitiative“ aus.                                                         Foto: Michael Wunder/Michael Wunder

Die Mitglieder von Kronach Creativ stehen für Zuversicht. Rainer Kober wird an der der Spitze bestätigt. Gudrun Jersch-Bittermann erhält eine Auszeichnung.

Auf außergewöhnliche Weise hat sich Gudrun Jersch-Bittermann für Bildungseinrichtungen eingesetzt. Nunmehr wurde sie dafür vom Verein Kronach-Creativ als „Botschafterin der Eigeninitiative“ ausgezeichnet. Vorsitzender Rainer Kober sagte in der Jahresversammlung des Vereins am Donnerstag in der Neukenrother Zecherhalle, dass Gudrun Jersch-Bittermann eigentlich nur wegen eines Schulplatzes für ihre Tochter Kontakt mit der Schulleitung aufgenommen hatte. Auf einmal war sie Vorstand einer Grundschule mit 60 Schülern und zehn Mitarbeitern. Mit aller Kraft setzte sie sich für die Stabilisierung, das Wachsen, den Umzug und schließlich für den Neubau der Montessorischule ein. Durch entsprechende Kontakte wurde die Sekundarstufe genehmigt, die Weiterführung zum Abitur ermöglicht und schließlich eine Fachoberschule gegründet. Heute habe man dank des unerhörten Idealismus und Herzbluts der Geehrten 400 Schüler und 85 Angestellte. Die Ausgezeichnete sah dies als Teamleistung mit super Pädagogen an.

Rainer Kober bleibt an der Spitze

Bei den Neuwahlen stellten sich sieben Mitglieder der Vereinsführung nicht mehr zur Verfügung und mussten ersetzt werden. Wie erwartet wurde Rainer Kober als Vorsitzender bestätigt. Seine beiden neuen Stellvertreter sind Sven Petzke und Kristina Hoffmann. Neu gewählt wurde auch Markus Buckreus als Schatzmeister. Schriftführer bleibt Wolfgang Oswald. Der Vorstand setzt sich zusammen aus Wolfgang Puff, Rainer Detsch, Helmut Schiffner, Anita Swiduruk (wie bisher) sowie Oliver Plewa, Roland Raithel und Niclas Wich (neu). Den ausgeschiedenen Mitgliedern Florian Beierwaltes, Lukas Clausen, Jürgen Erhardt, Jochen Keßler, Jörg Schrepfer, Jürgen Wittmann und Daniela Wölfel wurde mit einem Geschenk für ihr Engagement gedankt.

Um das Haftungsrisiko für den Verein bei den Lichtevents wie „Kronach leuchtet“ zu verringern, wurde vom Vorstand vorgeschlagen eine gGmbH aus der Taufe zu heben. Nach kurzer Diskussion wurde der Vorschlag, die Kronacher Licht gGmbH zu gründen, angenommen. Einziger Gesellschafter ist dabei der Marketingverein Kronach Creativ.

Eingangs der Versammlung blickte Vorsitzender Rainer Kober in der Zecherhalle auf die vergangenen drei Jahre zurück. Der Verein habe mittlerweile 350 Mitglieder. Eine unglaubliche Aufmerksamkeit habe das kürzlich durchgeführte „Kronacher Parkleuten“ rund um das Landesgartenschaugelände (die NP berichtete) erweckt. Es sei alles gut gelaufen und nach dem verregneten „Kronach leuchtet“ 2019 und der abgesagten Veranstaltung 2020 sei wieder eine positive Ausstrahlung erzielt worden. Leider habe sich das Erlebnis-Team „Körper-Seele-Geist“ nach der Pandemie nicht mehr zusammengefunden, bedauerte Kober. Gut angenommen würden aber wieder die Kronacher Musiksonntage am LGS-Gelände und die Kronacher Klassik. Für das Förderprojekt Kommunalentwicklung habe man heuer einen Förderbescheid von 600 000 Euro erhalten, damit sei die Finanzierung gesichert.

Unterschiedliche Aktivitäten

Die Mitarbeiterinnen Sabine Baumgartner (zuständig für Stockheim und Wilhelmsthal), Margarita Volk-Lovrinovic (Steinwiesen und Wallenfels) sowie Sabine Nuber (Steinbach am Wald und Weißenbrunn) berichteten über ihre unterschiedlichen Aktivitäten, welche sie in den einzelnen Modellgemeinden bisher durchgeführt haben. Dabei wurden verschiedene Aktionen angestoßen und umgesetzt, um der negativen Einwohnerbewegung entgegenzuwirken. Vom Landkreis wurde der Auftrag des Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement im Landkreis Kronach (KoBE) übertragen. Bald sollen dort wieder Seminare für das Ehrenamt angeboten werden, die Schaufenster-Beklebungen finden Aufmerksamkeit. Andrea Marr ging auf die Mitmachbörse ein, wo vieles bewegt wurde. Auch im Bereich Social Media und beim Bündnis „Engagierte Stadt Kronach“, wo man sich besonders um die Neubürger kümmerte, kam man gut voran.

Rainer Kober meinte zusammenfassend, dass man in den vergangenen 15 Jahren eine gute Aufbruchstimmung verbreitet und den Menschen Zuversicht geschenkt habe. Bei den zukünftigen Vereinsaktivitäten will man an den Zielen festhalten. Was die Prognosen der Bevölkerungszahlen angeht, müsse man gemeinsame Anstrengungen anstellen, um dies zu verbessern.

 

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