„Es gab da in Auschwitz so einen Ort. Die Anweiserinnen nannten ihn ‚Wiese‘. Ganz in der Nähe stand auch die Baracke mit dem Lebensmittelmagazin, die sogenannte ‚Brotkammer‘, in der ich arbeitete. Ich ging oft nach dem Abendappell dorthin, setzte mich an die Wand der Baracke und schaute auf die in das Licht der untergehenden Sonne getauchten Berghänge der Beskiden, so weit weg hinter den Drähten. Auf der ‚Wiese‘ traf ich oft Marta. Wir blickten schweigend auf den Horizont.“ Mit diesen Worten beschreibt Zofia Posmysz den Beginn ihrer Freundschaft zu Marta Salwik. Eine außergewöhnliche Freundschaft, die angesichts von Grauen und Leid im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Polen) beginnt und über 50 Jahre dauern wird.
Kronach Die Geschichte von Zofia und Marta
Sabine Raithel 04.03.2024 - 16:45 Uhr