Rothenkirchen - Im Revier des Forstbetriebs Rothenkirchen ist man Wildkatzen auf der Spur. Leiter Peter Hagemann und sein Team an Revierförstern haben es schon lange vermutet, nun gibt es den Beweis: Es gibt die Wildkatze im Frankenwald. Eine Wildkamera lieferte entsprechende Bilder. "Nachdem die Förster im Forstbetrieb Rothenkirchen bereits in den letzten drei Jahren wiederholt Beobachtungen in verschiedenen Revieren gemacht haben, gibt es jetzt ein Bilddokument", informiert der Forstbetriebsleiter. Auf einer Kamera im "Revier Ködel" spazierte eine große Katze in die "Fotofalle". Nach Expertenmeinung der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising und aus Sicht eines spezialisierten Biologen des Bund Naturschutz in Bayern handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine europäische Wildkatze. Diese ist nicht unmittelbar verwandt mit Hauskatzen, auch wenn die Fellfärbung eine Verwechslung zulässt. "Größe, Schwanzform sowie Farbe von Nase und Hinterbeinen können zwar Indizien sein, letzte Sicherheit gibt aber nur eine DNA-Untersuchung", so Hagemann. Deshalb macht sich der Forstbetrieb nun auf die systematische Suche nach dem genetischen Fingerabdruck: Sägeraue Holzpfähle, sogenannte "Lockstöcke", werden mit Baldrian getränkt und in den Waldboden gesteckt. Vom Duft angelockte Wildkatzen sollen sich an ihnen reiben und dabei einzelne Haare hinterlassen. Diese werden dann von der LWF genetisch untersucht.