Kronach Drei Corona-Patienten an Beatmungsgeräten

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Nach einer Inzidenz von über 750 am Sonntag fällt der Wert nun auf unter 700. Überstanden ist die vierte Welle damit aber noch nicht.

Inzwischen beträgt der Inzidenzwert des Landkreises nur noch 694,7. Foto: Proxima Studio

Kronach - Ein weiterer Toter und 12 Neuinfizierte vermeldet das Landratsamt Kronach am Montag. Damit steigt die Zahl der Coronainfektionen im Landkreis seit Beginn der Pandemie auf 5652; der Inzidenzwert sinkt jedoch auf 694,7. Am Wochenende hatte er noch 753,5 betragen. Eine Kehrtwende im Hinblick auf die Infektionen in der Region ist damit aber noch nicht gelungen, nachdem die Inzidenz der Nachbarlandkreise weiter steigt – in Sonneberg beträgt er inzwischen 995,7.

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„Am Freitag hatten wir in der Region die Situation, dass unser Haus das einzige mit freien Intensivbetten war“, berichtet Stefan Studtrucker, Pressesprecher des Klinikums Kronach. Aktuell seien jedoch auch in Kronach 13 Intensivbetten belegt. Vier dieser Patienten würden an schweren Coronaverläufen leiden; drei von ihnen müssten beatmet werden.

Landrat Klaus Löffler (CSU) betonte im Kreisausschuss am Montag, wie froh und dankbar er sei, dass man den Betrieb des Kronacher Corona-Impfzentrums nie ganz heruntergefahren habe. So habe man schnell auf die steigenenden Coronazahlen reagieren und wieder voll durchstarten können. Auch der seit 16. Juli durch den Landkreis tourende Impfbus werde sehr gut angenommen. „Mehr als 70 Prozent der Landkreisbevölkerung ist inzwischen vollständig geimpft. Wenn man nur die Gruppe der über Zwölfjährigen betrachtet, sind es sogar knapp 77 Prozent“, freute er sich. 1347 Impfungen habe man in der vergangenen Woche durchgeführt; dazu kämen 405 weitere bei niedergelassenen Ärzten – also insgesamt 1752. Wichtig sei, dass man gut aufgestellt und, trotz großer Nachfrage, auf jeden Fall genügend Impfstoff vorhanden sei. „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten und uns überlegen, welche Kontakte es wirklich braucht“,erklärte Löffler.