Sehnsucht ist ein großes Wort. Doch wenn man es in all seine kleinen Bestandteile und Facetten seziert, dann kann man diesem fast unerklärlichen Gefühl näher kommen. Karin Ellmer hat sich diesem Experiment hingegeben. Mit Tiefgang und großer Freude am Spiel mit dem ganzen Reichtum der deutschen Sprache spürt sie in ihrem Buch „Frühling und andere Sehnsüchte“ diesem manchmal zarten und dann wieder schmerzhaft schneidendem Zehren nach, das entsteht, wenn wir lieben, wenn wir das Leben in Gänze spüren möchten, wenn uns das geliebte Gegenüber fehlt. Sie beschreibt aber auch das Gefühl, wenn wir uns nach unserem Einzeldasein zurücksehnen, wenn wir der Gesellschaft des anderen überdrüssig sind. Die Coburger Autorin beleuchtet die Sehnsucht nach Ferien, Freiheit, Freundschaft, nach den Düften der Kindheit, nach genussvollen Momenten - und die oft nie endende Sehnsucht, sich selbst zu finden und zu erkennen. Und so entsteht ein Kaleidoskop von Menschlichem und dem, was das Leben reich und schön macht.
Kronach Erster Autorentag ist ein voller Erfolg
Sabine Raithel 23.02.2025 - 11:54 Uhr