Die Uhr tickt, der letzte Schlag verklingt: Mitternacht! Gähnend und hüstelnd entsteigt das kleine Gespenst seiner staubigen Kiste und spukt im schneeweißen Gewand durch die Festung. Seit uralten Zeiten wohnt es dort, tut niemandem etwas zuleide und ist überhaupt sehr freundlich. Eigentlich liebt es den Mond und die Nacht – wäre es nur nicht so neugierig, die Welt einmal bei Tag sehen zu wollen: „Hübsch finster ist es hier und schrecklich einsam! Im Mondschein sieht immer alles gleich aus, langweilig! Wie schade, dass ich die Festung und das Städtchen immer nur bei Nacht sehen kann und nie bei Tageslicht!“ Leider ist jeder Versuch, vor dem Morgengrauen nicht wieder einzuschlafen, umsonst, bis es eines Tages tatsächlich pünktlich um zwölf aus seiner Schlaftruhe schwebt - und Sonnenlicht erblickt. Spuk, Spaß und Schabernack können beginnen…