Kronach Grünes Licht für 32 Therapieplätze

Karl-Heinz Hofmann

In der Rodacher Straße in Kronach soll eine neue Einrichtung des Ordens Deutscher Ordenswerke entstehen. Auch ein Mobilfunkmast erntet die Zustimmung der Räte.

Auf diesem Grundstück an der Rodacher Straße in Kronach soll eine neue Therapieeinrichtung „Haus St. Georg“ vom Träger Deutscher Orden Ordenswerke entstehen. Foto: /Karl-Heinz Hofmann

Kronach - In der Sitzung am Donnerstag hatte der Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Kronach relativ leichte Aufgaben zu lösen. Besonders positive Akzente gingen dabei von einem Bauantrag auf Neubau einer Soziotherapieeinrichtung „Haus St. Georg“ aus.

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In der Rodacher Straße in Kronach soll eine weitere Einrichtung des Deutschen Ordens entstehen. Bürgermeisterin Angela Hofmann freute sich über den Antrag des Trägers Deutscher Orden Ordenswerke, die schon mit dem Haus Fischbachtal in Tauschendorf seit über einem Vierteljahrhundert mit Aktionen und Aktivitäten über den Landkreis hinaus positiv bekannt geworden sind. Besonders gerne angenommen werden die von den Bewohnern hergestellten, kreativen Dekorationsartikel aus Holz und anderen Rohstoffen aus der hauseigenen Werkstatt.

Gerhard Steidl ist seit Bestehen im Jahr 1995 der Leiter der Einrichtung. Er gab auf Nachfrage ausführliche Informationen zu den neun Plänen des „Haus St. Georg“ in Kronach. Es entsteht ein Gebäude im Ausmaß von circa 35 Metern Länge entlang der Rodacher Straße und circa 22 Meter in den Grundstückshang hinein. Insgesamt sollen 32 Therapieplätze entstehen. „Laut Stellplatznachweis müssten wir sechs Fahrzeug- Stellplätze vorhalten; wir haben aber zehn Stellplätze geplant“, gibt Steidl weiter Auskunft.

Ein Café soll ein kleiner Treffpunkt für Schüler nach der Schule werden und für weitere Gruppen und Personen aus dem Wohnumfeld, zum Beispiel Selbsthilfegruppen, Seniorenclubs, Nachbarn usw. Das Café soll hierbei als Arbeitstherapieprojekt für Suchtkranke geführt werden.

Baustart im nächsten Jahr

Die Baumaßnahme soll im Jahr 2022 beginnen und als Bauzeit sind etwa eineinhalb Jahre vorgesehen, sodass das Haus Ende 2023 bezugsfertig sein sollte. Schon im November 2017 wurde einem Antrag auf Vorbescheid signalisiert, dass man einem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht stellen kann. Alle Wortmeldungen der Ausschussmitglieder, Tino Vetter (FW), Hans Simon (SPD), Claudia Wellach (CSU), Carin Bülling (CSU) und Winfried Lebok (CSU), sprachen sich positiv gegenüber der Planung und Art und Weise, was entstehen soll, aus. Schließlich wurde einstimmig, mit einigen Anregungen und Empfehlungen dem Antrag das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Auch ein Antrag auf Neubau eines Wohnhauses mit Dreifachgarage in Fischbach fand das Einvernehmen des Gremiums. Anders als bei bisherigen Anträgen zur Errichtung eines Mobilfunkmastes mit circa 40 Metern Höhe in Horlachen wurde für diesen Mast einstimmig gemeindliches Einvernehmen erteilt. Man zeigte sich dankbar, da einige Räte schon schlechte Erfahrungen bei Besuchen oder beim Durchfahren dieses Gebietes gemacht, wenn sie mit dem Handy telefonieren wollten. Auch hinsichtlich von Unfällen sei eine bessere Erreichbarkeit eine Verbesserung.

Außergewöhnliche Töne wurden unter Sonstiges laut. Tino Vetter freute sich, dass der kürzlich eröffnete E-Center Massak der Empfehlung des Ausschusses der Stadt Kronach gefolgt sei und die Fassade nun in heller Farbe erschein. Dies sollte man ausdrücklich loben und im Namen der Stadt danken, wenn sich Antragsteller den Empfehlungen des Stadtplaners und des Ausschusses anschließen.