Kronach - Der fränkische Kabarettist Norbert Autenriether hat bei "Kabarett im Kunstverein" eine Lehrstunde in fränkischem Dialekt erteilt. "Däi Zwaa Mahr-Tina" begleiteten musikalisch den Auftritt des Nürnberger Kabarettisten, der mit seinem Programm "Ma red ja ned, ma sachd ja bloas!" auf der Kleinkunstbühne des Kronacher Kunstvereins (KKV) für Aufsehen sorgte. Die zwei Dirndl bestärkten die Einführung des Nürnbergers mit deftigen Schnaderhüpferl, deren derbe Bierzelt-Offenheit keine Grenzen kannten. Der fränkische Autor verwies eher auf die Feinheiten des Fränkischen, seine Differenziertheit, Treffsicherheit und regionalen Varianten, in die man sich einhören muss. Dabei spielte auch die Besonderheit des spezifisch Nürnbergischen eine Rolle, die sich vor allem auf das unaussprechliche "I" konzentriert. In diesem Zusammenhang kam er auf die "Sprache an sich" zu sprechen, die sich mehr und mehr von der Kommunikation entfernt. Beispiele sind für ihn die neuen Genderregeln, also Geschlechtseigenschaften, die eine Person in Gesellschaft und Kultur beschreiben, sowie unnötigen Anglizismen, die bei einer Kaffeebestellung besondere Blüten treiben.