Nur auf den ersten Blick ist es ein Haufen Spielzeug, wie er in Kinderzimmern zu finden ist. Doch da ist weit mehr. Es ist ein Berg von Spielzeugsoldaten aus Plastik, die sich bei genauem Hinsehen ein heilloses Gemetzel liefern. Aus dem einzelnen Individuum ist eine undefinierbare, chaotische Masse geworden. Unwillkürlich fragt sich der Betrachter, ob uns der Blick auf das persönliche Leid der Menschen, das Bewusstsein dafür, dass es nicht nur um „Tausende von Soldaten“, sondern jeweils um einzelne Schicksale geht, abhanden gekommen ist? Wie hat uns über die Jahre der Anblick von Krieg abstumpfen lassen?
Kronach leuchtet Kunst gegen Krieg und Leid
Sabine Raithel 27.04.2026 - 13:00 Uhr