Kronach Neue Geschichten unterm orangenen Baum

Der Kronacher Achim Durynek bringt den zweiten Teil seiner Trilogie "Unterm orangenen Baum" unter dem Titel "Datenstaub" heraus. Foto: Schülein Quelle: Unbekannt

Nach vielen positiven Reaktionen auf sein Debüt bringt Achim Durynek nun den zweiten Teil seiner Trilogie heraus. In "Datenstaub" gibt es nicht nur Kurzgeschichten.

Kronach - Zwei Sachbearbeiter einer großen Firma staunen, als sich eines Tages Buchstaben, Ziffern und Icons auf ihren Screens in graue Zeichen verwandeln. Aus den Ecken der Bildschirme fließen graue Schlieren, die sich in Verbindung mit Luft in Staub verwandeln. Ohne ein funktionierendes World Wide Web versinkt die Welt im Chaos und im Datenstaub. Ob die beiden dem nahenden Weltende Einhalt gebieten können? Das erfahren die Leser im zweiten Teil "Datenstaub" der Trilogie "Unterm orangenen Baum".

Der Autor

Achim Durynek wurde 1963 im westfälischen Münster geboren, ist verheiratet und lebt in Kronach. Er arbeitet in Kulmbach, ist zudem Autor und Maler.

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"Schreiben fällt mir nicht schwer, weil es mir großen Spaß macht. Das ist für mich Entspannung pur", sagt Achim Durynek, der innerhalb von zehn Monaten zwei Bücher mit insgesamt 527 Seiten, 45 Kurzgeschichten, 12 Gedichten und 25 Bildern veröffentlicht. Das dritte Buch ist bereits in Arbeit. In den vergangenen rund 40 Jahren hat der Autor rund 80 Kurzgeschichten geschrieben. Zudem malt er Bilder - insbesondere mit Tusche, Bleistift und Grafit oder auch Aquarelle. Auf diesen Fundus greift er mit der Herausgabe seiner Bücher zurück. "Ich habe mich nicht eher getraut; schließlich ist der Markt mit Autoren total überlaufen", räumt der Kronacher ein.

Mit ausschlagend für seinen Schritt in die Öffentlichkeit war seine erste Lesung bei der Silvester-Gala im Jahr 2018 in der Kronacher Christuskirche, als er zwei Kurzgeschichten aus eigener Feder vorlas. Die vielen positiven Rückmeldungen bestärkten ihn darin, Band 1 "Kronacher Krippenkinder" der Trilogie "Unterm orangenen Baum" herauszubringen. "Es war einfach an der Zeit. Die Veröffentlichung meiner Geschichten sind für mich wie eine Befreiung", verdeutlicht er. Gleiches gelte auch für seine Bilder. Er male, weil er damit Seelenfrieden finde. Eines seiner Bilder, "Werkzeug zum Mundhalten", ziert auch das seinem zweiten Band beigefügte Lesezeichen - als Geschenk an die Leser.

"Bilder und Geschichten sind Teil meines innersten Seins", bekundet der Autor, der sich sehr über den großen Zuspruch freut. Bereits nach seinen Lesungen bei den beiden Silvester-Galas hatten viele der Anwesenden das Gespräch mit ihm gesucht und nach den Hintergründen seiner Texte gefragt. Daran habe sich nichts geändert. "Die Menschen beschäftigen sich damit. Vor allem interessieren sie sich auch dafür, ob die Erzählungen einen realen Bezug haben" erzählt er. Sämtliche Handlungen, Orte und Personen seien aber frei erfunden. Allerdings habe schon das eine oder andere Ereignis aus dem Alltag Anstoß zu seinen Geschichten gegeben, mit denen er sich für die Werte der Gesellschaft einsetzt.

Sein neues Zweitwerk enthält erneut eine enorme Bandbreite an unterschiedlichen Themen, Problematiken und Verhaltensweisen der Protagonisten. Und dabei mutet er den Lesern durchaus einiges zu. Neben wenigen lustigen Episoden - wie der "Zähne"-Geschichte über den Ausflug einer 97-jährige Seniorenhausbewohnerin - beschäftigt sich der Großteil seiner Texte mit ernsten Themen. "Am meisten gespannt bin ich auf die Reaktionen auf "Schokomecki", erklärt der Autor. In der Geschichte möchte ein Sozialarbeiter und Handpuppenspieler zwei Mädchen aus sozialen Randgruppen unterstützen. Eine von ihnen ist fasziniert von der Handpuppe Schokomecki - einem Igel, der Schokolade verteilt. Als sich die Geschwister und der Sozialarbeiter emotional näher kommen, entwickelt sich ein Desaster.

Neugierig auf die Akzeptanz ist er auch bei der Episode "Liebster Opa", in der ein Großvater seinen kleinen Enkel bei einem tragischen Traktor-Unfall verliert. Bei alledem versucht Achim Durynek einen versöhnlichen Schluss zu finden.

Auch in diesem Band verzichtet er auf die Einteilung der Geschichten in verschiedene Kategorien. Die Titel lassen ebenfalls keinen Rückschluss auf die Handlung zu. Die Menschen sollen sich ganz unvoreingenommen auf das Wesen und den Inhalt des Textes einlassen, ohne vorab zu erahnen, was sie erwartet - ohne Vorurteile und Mutmaßungen.

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"Unterm orangenen Baum , Datenstaub" hat keine ISBN-Nummer. Das Buch kann zum Preis von 18 Euro bei der WEKA, beim LeseZeichen, Schöss Zeuch und Caerobics in Kronach als auch in der Buchhandlung Friedrich in Kulmbach

erworben werden.

 

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