Kronach - Seit drei Wochen ist im Kronacher Bürgerspital wieder Leben: Die ersten zehn unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge sind dort eingezogen. Sieben stammen aus dem Kosovo, einer aus Marokko, einer aus dem Irak und einer aus dem Senegal. "Dafür, dass sie aus so unterschiedlichen Ländern kommen, funktioniert das sehr gut", attestiert die Diplom-Psychologin Birgit Schumann, die bei der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Rummelsberger Diakonie in Oberfranken für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zuständig ist. Die zehn Jugendlichen kennen sich aber nicht erst seit ihrer Ankunft in Kronach. Sie waren schon seit Anfang Februar in Fassoldshof untergebracht, obwohl sie eigentlich von Anfang an nach Kronach sollten. Aber lange war nicht klar, ob das Bürgerspital als Unterkunft geeignet ist. Dann, als alle Bedenken ausgeräumt waren, mussten noch einige Sanierungsarbeiten geleistet werden. Seit Ende März besuchen die zehn Jugendlichen aber bereits die Lorenz-Kaim-Berufsschule.