Kronach Rechte Posts führen zu THW-Ausschluss

Bei dem 21-Jährigen handelt es sich um das erste THW-Mitglied Bayerns, das die Organisation heuer wegen rechtsextremer Aktivitäten verlassen muss. Foto: picture alliance/dpa/Danny Gohlke

Ein 21-Jähriger THW-ler aus Kronach hat im Internet bedenkliche Inhalte geteilt. Nun wird er von der Organisation dafür ausgeschlossen.

Kronach - Seine Aktivitäten in den Sozialen Medien haben für einen 21-Jährigen aus Kronach jetzt Folgen im realen Leben. So soll er im Netzwerk Instagram neben Bildern seiner Grundausbildung beim Technischen Hilfswerk (THW) auch Inhalte der rechtsextremen NPD geteilt sowie Nachrichten veröffentlicht haben, in denen er die Corona-Maßnahmen mit der Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus vergleicht. Bekannt wurde dies nun, nachdem ein anderer Nutzer Bilder dieser Inhalte, die eigentlich nur von persönlichen Freunden des 21-Jährigen gesehen werden konnten, über den Online-Dienst Twitter veröffentlichte und die Frage aufwarf, ob sich rechtes Gedankengut mit einem Dienst beim THW in Einklang bringen lässt.

„Ich habe den Betroffenen kurz nachdem ich davon erfahren habe kontaktiert und suspendiert“, erklärt Frank Hofmann, Ortsbeauftragter des THW Kronach. Es handle sich um einen jungen Mann, der seine Grundausbildung noch nicht abgeschlossen habe und daher noch keinem festen Zug angehöre. Nun dürfe er auch nicht mehr an Veranstaltungen teilnehmen oder die Uniform des THW tragen. „Ich bin der Meinung, dass ein solches Verhalten nicht mit den ethischen Grundsätzen des THW vereinbar ist“, betont er. Ein Ausschlussverfahren könne jedoch nur der Landesverband beschließen. „Ein entsprechendes Verfahren ist in diesem Fall in die Wege geleitet worden“, heißt es diesbezüglich aus der Zentrale in München. Dies sei in diesem Jahr aber der erste Fall, in dem eine solche Entscheidung nötig geworden sei. aw

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