Kronach/Redwitz Krumpholz bleibt in der Familie

Roland Töpfer

Die Neuordnung derinsolventen Firma ist abgeschlossen. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Trotz der Insolvenz im Dezember geht es bei Krumpholz in Kronach und Redwitz (Bild) weiter. Foto: /Archiv Petra Bordasch

Die Werkzeugbau Karl Krumpholz GmbH & Co. KG hatte im Dezember Insolvenzantrag gestellt. Jetzt wurde eine Lösung für die Fortführung des Unternehmens erreicht, so Insolvenzverwalter Jürgen Wittmann. Das Unternehmen bleibt im erweiterten Familienstamm.

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In Kronach hat sich Krumpholz auf den Geschäftsbereich Formenbau spezialisiert. Dort werden Kunststoffspritzformen mit einem Eigengewicht von bis zu 50 Tonnen hergestellt. Zum Kundenkreis zählen kunststoffverarbeitende Industrien, deutsche Automobilhersteller sowie deren Zulieferer. Am Standort Redwitz konzentriert sich Krumpholz auf den Geschäftsbereich der thermoplastischen Kunststoffverarbeitung (Spritzgussteile).

Nach Angaben von Wittmann wurde der Investorenprozess erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen habe die Krise überwunden, es habe eine tief greifende Reorganisation gegeben. Trotz der angespannten Marktlage in der Automotive-Branche sowie im Werkzeug- und Formenbau sei es gelungen, die Vermögensgegenstände der beiden Geschäftsbetriebe Formenbau und Kunststofftechnik an die von der Familie Rubenbauer neu gegründeten Gesellschaften zu veräußern und damit eine zukunftsfähige Lösung für den Traditionsbetrieb und alle Beschäftigten zu finden. Wittmann: ,,Karl Krumpholz, der 1958, gut drei Jahre nach dem Werkzeugbau, auch ein unabhängiges Bauunternehmen unter gleichem Namen gegründet hatte, würde die Lösung, die für die Werkzeugbau Karl Krumpholz GmbH & Co. KG in Kronach gefunden wurde, sicher gefallen.“ Jahrzehntelang seien beide Firmen unabhängig voneinander ihren Geschäften erfolgreich nachgegangen. Die Karl Krumpholz GmbH & Co. KG, die bislang als Familienholding der ortsansässigen Karl Krumpholz Rohrbau GmbH operiert habe, greife nun als neuer Investor die Ursprünge des Firmengründers auf und führe die Firmengruppe „Krumpholz“ mit nun 350 Mitarbeitern zusammen, unter Wahrung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit aller operativen Unternehmenssparten.

Man freue sich über diese Gesamtlösung für das Unternehmen, sagen die Geschäftsführer Andreas und Steffen Rubenbauer: „Wir übernehmen selbstverständlich jeden im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer.“ Wittmann zeigte sich zufrieden, dass alle 150 Arbeitsplätze der insolventen Firma erhalten bleiben. Der notarielle Kaufvertrag sei bereits unterzeichnet worden. Ab Mai übernähmen die neu gegründeten Krumpholz Formenbau GmbH und Krumpholz Kunststofftechnik GmbH das operative Geschäft.