Busunfall in Kronach Schüler kommen mit dem Schrecken davon

, aktualisiert am 14.01.2022 - 17:02 Uhr

Am Freitagmorgen muss der Fahrer eines Busses einem Kombi ausweichen. Er kracht daraufhin gegen einen Mercedes. Der Unfallverursacher macht sich aus dem Staub.

Kronach - Ein Schulbus ist am Freitag gegen 6.45 Uhr in der Rodacher Straße in Kronach in ein Baufahrzeug gefahren. Das teilte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken um kurz nach 7 Uhr in einer ersten Meldung mit. Ersten Erkenntnissen zufolge blieben die acht Personen im Bus, darunter fünf Schüler sowie der Fahrer, unverletzt.

Laut Pressesprecher Gerhard Anders wird derzeit wegen Unfallflucht ermittelt. Ein Fahrzeug soll den Bus abgedrängt haben, so dass es zu dem Unfall gekommen sei. Der Fahrer und die Businsassen haben ausgesagt, dass dem Bus, der in Richtung Innenstadt unterwegs war, ein dunkler Kombi, möglicherweise ein VW, Skoda oder Audi, auf dessen Fahrspur entgegen gekommen sei. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, wich der 25-jährige Busfahrer nach rechts aus.

Während dieses Ausweichmanövers fuhr der Busfahrer mit der rechten Fahrzeugfront gegen einen ordnungsgemäß am Friedhof geparkten Pritschenwagen der Marke Mercedes und schob diesen gegen die Mauer des Friedhofs. Der Verursacher fuhr einfach weiter, ohne sich um den Unfall zu kümmern.

40 000 Euro Schaden allein am Bus

Am Kraftomnibus entstand nach Polizeiangaben dabei ein Schaden in Höhe von etwa 40 000 Euro. Der entstandene Schaden am Pritschenwagen beläuft sich auf etwa 25 000 Euro und an der Friedhofmauer auf etwa 5000 Euro. Insgesamt geht man also von einer Schadenssumme in Höhe von 70 000 Euro aus.

Laut Polizeisprecher Gerhard Anders handelte es sich bei den Schülern um Jugendliche. Wie Regionalmanagerin Gabriele Riedel vom Landratsamt Kronach mitteilt, hat der Fall auch die Mobiliätszentrale, für die Riedel mit verantwortlich ist, beschäftigt. „Bei dem verunfallten Fahrzeug ging es um den Bus, der die Schüler zum Zug bringt, die zu Schulen außerhalb des Landkreises müssen, also beispielsweise zur Wirtschaftsschule“, erklärt sie. Nach dieser Runde hätte der Bus dann die Schüler aus Seibelsdorf und Waldbuch abholen müssen. „Doch das hat dann ja leider nicht mehr geklappt“, bedauert die Regionalmanagerin. Die Grundschüler aus Zeyern, die ebenfalls von diesem Bus bis nach Marktrodach gebracht worden wären, hätten ein bisschen mehr Glück gehabt. Für sie habe man noch einen Ausweichbus organisieren können. „Das ist alles ärgerlich, aber glücklicherweise ist ja niemand verletzt worden“, macht sie deutlich. Die Mobilitätszentrale hat in ihren Vertragsbedingungen mit den Busunternehmen beziehungsweise Busgesellschaften stehen, dass diese bei Ausfällen Ersatzfahrzeuge stellen müssen. Gabriele Riedel: „Ich gehe davon aus, dass der Fahrplan nächste Woche ganz normal eingehalten wird.“

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