Kronach Solidarität und Gebete für die Ukraine

Heike Schülein

In der Christuskirche findet ein ökumenisches Friedensgebet statt. Viele Gläubige nehmen daran teil.

. Foto: /Heike Schülein

Kronach - Der Krieg in der Ukraine erschüttert auch Menschen im Landkreis Kronach. Am Freitag fand in der Christuskirche in Kronach ein ökumenisches Friedensgebet statt. Viele Gläubige kamen in das evangelische Gotteshaus und beteten für den Frieden sowie die Menschen in der Ukraine.

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„Wir verbinden uns mit allen, die um den Frieden in der Welt und in der Ukraine beten. Wir sind beieinander, weil wir mit Sorge auf das kriegerische Handeln Russlands in der Ukraine blicken. Möge Gott unsere Gebete erhören“ – diese eindringlichen Worte von Dekan Markus Müller leiteten das innig-ergreifende Friedensgebet ein. Damit gaben die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und die katholische Pfarrgemeinde Kronach Gläubigen die Möglichkeit, ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auszudrücken. Ein Angebot, das zahlreiche Christen annahmen.

Dekan Markus Müller, Dekanin Ulrike Schorn, Pfarrer Achim Gerber und Kirchenvorstandsmitglied Sabine Alfort sowie Domkapitular Thomas Teuchgräber und Diakon Diethard Nemmert seitens der katholischen Kirche gaben dabei Menschen aus Russland und der Ukraine eine Stimme. Das von den Liturgen vorgetragene aufwühlende Bündel an Gedanken, Gefühlen und Emotionen kam aus Kirchen, die die aktuellen Geschehnisse besonders betreffen. „In diesem Moment verstummt alles in mir und an die Stelle tritt nur eines: Herr, erbarme dich!“, zeigte sich Erzbischof Brauer aus Moskau in seinem Brief zutiefst besorgt darüber, was sich um sein Land abspielt. Auch aus der Ukraine erreichte die Kirche Stimmen voller Sorge. Aus Beregszász in der West-Ukraine schreibt der Bischof der ungarisch-reformierten Kirche, Sándor Zán Fábián: „Unsere Gemeinden sind weit weg von dem Krieg im Donbas; aber doch müssen unsere jungen Leute als Soldaten dorthin.“ Man erlebe einen Exodus der jungen Bevölkerung und habe viele Mitglieder verloren, die nach Westen gezogen seien, weil sie nicht Teil des Krieges werden wollten.