Dekan Markus Müller, Dekanin Ulrike Schorn, Pfarrer Achim Gerber und Kirchenvorstandsmitglied Sabine Alfort sowie Domkapitular Thomas Teuchgräber und Diakon Diethard Nemmert seitens der katholischen Kirche gaben dabei Menschen aus Russland und der Ukraine eine Stimme. Das von den Liturgen vorgetragene aufwühlende Bündel an Gedanken, Gefühlen und Emotionen kam aus Kirchen, die die aktuellen Geschehnisse besonders betreffen. „In diesem Moment verstummt alles in mir und an die Stelle tritt nur eines: Herr, erbarme dich!“, zeigte sich Erzbischof Brauer aus Moskau in seinem Brief zutiefst besorgt darüber, was sich um sein Land abspielt. Auch aus der Ukraine erreichte die Kirche Stimmen voller Sorge. Aus Beregszász in der West-Ukraine schreibt der Bischof der ungarisch-reformierten Kirche, Sándor Zán Fábián: „Unsere Gemeinden sind weit weg von dem Krieg im Donbas; aber doch müssen unsere jungen Leute als Soldaten dorthin.“ Man erlebe einen Exodus der jungen Bevölkerung und habe viele Mitglieder verloren, die nach Westen gezogen seien, weil sie nicht Teil des Krieges werden wollten.