Kronach - Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle, CSU, hat bei seinem Besuch in Wallenfels kürzlich bekräftigt, dass der Freistaat Bayern keine Gemeinschaftsschule in Bayern etablieren möchte (die NP berichtete). Das sei nichts Neues, wie es in einer Pressemitteilung der SPD-Kreistagsfraktion am Freitag heißt. Interessant sei hingegen die Argumentation. "Wenn von einer bildungspolitischen Klamotte des 20. Jahrhunderts geredet wird, entsteht der Eindruck, die Gemeinschaftsschule sei einfach eine Gesamtschule mit neuem Namen. Das ist nicht der Fall. Ein Blick in andere Bundesländer zeigt, dass das Gemeinschaftsschulkonzept in vielen Bereichen gänzlich verschieden zur Gesamtschule ist", teilt Fraktionschef Richard Rauh mit. Gerade der Vorwurf, starke Schüler würden geschwächt und Schwache nicht gestärkt, greife nicht. Denn im Gemeinschaftsschulmodell gehe es gerade auch um eine gezielte Förderung der Stärken beziehungsweise Schwächen von Schülern.
Kronach SPD übt Kritik an Spaenles Argumentation
Redaktion 19.08.2016 - 00:00 Uhr