Wallenfels - Wenn es darum geht, den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen, kommen Trickbetrüger auf die kuriosesten Einfälle. Eine recht lukrative Masche scheint es zu sein, einen Unfall vorzutäuschen und mit den vermeintlich schuldigen Verursachern gleich vor Ort bar "abzurechnen". So geschehen anfang September in der Bahnhofstraße in Wallenfels. Als eine Frau mit ihrem Audi auf Höhe des Schützenplatzes an einem großen schwarzen Pkw mit ausländischen Kennzeichen vorbeifuhr, vernahm sie einen lauten Schlag und hielt daraufhin an. Der Fahrer der dunklen Limousine erklärte, sein Spiegel sei abgefahren worden und augenscheinlich stellte sich dies auch so dar, denn tatsächlich hing das Teil herunter. Und so schlug der Mann eine doch möglichst unbürokratische Schadensregulierung ohne Einschalten einer Versicherung vor, die sich auf 150 in bar belaufen sollte. Die völlig überrumpelte Frau ließ sich tatsächlich auf diesen Kuhhandel ein und zahlte den geforderten Betrag. Ihr Geld sieht sie wohl nicht mehr und schuld an dem Unfall war sie selbstverständlich auch nicht, denn der war lediglich nur vorgetäuscht. Mehrere solcher und ähnlicher Fälle sind der Polizei bereits aus anderen Regionen bekannt, was darauf hindeutet, daß die Gauner ihre "Einsatzorte" wohl ganz bewußt immer wieder wechseln.
Kronach Wallenfelserin um 150 Euro betrogen
Redaktion 14.10.2008 - 10:50 Uhr