Kronacher Ärztinnen geben Tipps Gesund und fit durch die Hitzewelle

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Es ist heiß im Landkreis Kronach – und es wird noch heißer. Expertinnen aus der Helios Frankenwaldklinik geben Tipps, wie man sich schützen kann.

40 Grad Celsius – das zeigen Thermometer im Landkreis Kronach in der Sonne in diesen Tagen locker ebenfalls an. Foto: picture alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

Das Thermometer steigt, die Sonne lacht. Aber was löst das im Körper aus? In der Helios Frankenwaldklinik Kronach werden an hochsommerlichen Tagen etwa 15 Prozent mehr Notfallpatienten als üblich behandelt. Gerade wenn es besonders schwül ist, treten gehäuft Kreislaufprobleme oder starke Kopfschmerzen auf – auch ein Hitzschlag ist möglich. Das kann richtig gefährlich werden. „Beachtet man ein paar einfache Spielregeln, sind hitzebedingte Beschwerden und Symptome fast immer vermeidbar“, erklärt Dr. Karin von Nippold, Funktionsoberärztin der Zentralen Notaufnahme. „Besonders bei jüngeren Menschen und Berufstätigen helfen schon Kleinigkeiten, um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen.“

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Trinken, trinken, trinken

Bei großer Hitze verliert der Körper viel Flüssigkeit. Zweieinhalb bis drei Liter sollten gesunde Menschen daher über den Tag verteilt trinken – am besten nicht nur zu den Mahlzeiten, sondern auch zwischendurch. Wasser ist das ideale Getränk. Eisgekühlte Limonaden mit hohem Zuckergehalt oder alkoholische Getränke sind dagegen ungeeignet, da der Organismus diese erwärmen muss. Dadurch produziert der Körper zusätzlich Wärme. „Besondere Vorsicht ist allerdings bei Menschen mit Herzschwäche oder Nierenleiden geboten“, so Karin von Nippold. Denn für sie könnten große Flüssigkeitsmengen schnell kritisch werden. In diesen Fällen sollten die Betroffenen am besten individuell mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, welche Flüssigkeitsmengen für sie unbedenklich sind.

Immer mit der Ruhe

Viele Menschen haben bei heißen Temperaturen Probleme mit dem Kreislauf. „Das liegt vor allem daran, dass der menschliche Körper bei Hitze versucht, überschüssige Wärme abzugeben, um die eigene Körpertemperatur bei 36 bis 37 Grad zu halten“, erklärt Karin von Nippold. „Die Blutgefäße in den äußeren Körperbereichen weiten sich, um einen Wärmeaustausch mit der Umgebung anzukurbeln. Dies führt gleichzeitig dazu, dass der Blutdruck fällt und die Organe unter Umständen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können. Die Folgen: Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schweißausbrüche bis hin zu Ohnmacht. In diesem Fall muss unbedingt ein Notarzt gerufen werden.“ Vorher kann Kühlung von außen helfen, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Betroffene suchen sich am besten ein schattiges Plätzchen, legen ein feuchtes Tuch in den Nacken und legen die Beine hoch, um das Blut wieder in Richtung Gehirn zu schicken.

Der frühe Vogel . . .

Sportlern rät Karin von Nippold, das Trainingspensum an heißen Tagen zu reduzieren. „Wollen Sie dennoch nicht auf die tägliche Joggingrunde verzichten, sind Sie gut beraten, in den frühen Morgenstunden zwischen sechs und neun Uhr zu trainieren. Die Luft ist dann noch kühl, die Sonneneinstrahlung nicht zu stark. Bei hohen Temperaturen ist die körperliche Leistungsfähigkeit herabgesetzt.“

Besonderen Schutz für kleine Kinder

Für Babys und Kleinkinder im ersten Lebensjahr ist direkte Sonneneinstrahlung tabu. Denn bei ihnen ist die Regelung der Körpertemperatur über das Schwitzen noch nicht so möglich wie bei älteren Kindern oder Erwachsenen. Am besten können Eltern empfindliche Babyhaut durch lange Kleidung schützen. Lange Kleidung bei über 30 Grad? Führt dies nicht zu einem Hitzestau? „Nein“, erklärt Aliona Ivachevici, Oberärztin der Geburtshilfestation. „Wichtig ist, bei Hitze auf luftige, nicht eng anliegende Kleidung aus Naturmaterialein zu setzen. Außerdem Söckchen und Mützchen mit Nackenschutz nicht vergessen! Freiliegende Hautflächen sollten mit Sonnencreme speziell für Babys eingecremt werden, besonders Gesicht, Hals, Nacken und Handflächen.“ red