Selten hat eine Neubesetzung beim Bundesverfassungsgericht so viel öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt wie im Fall Frauke Brosius-Gersdorf. Nachdem es im Bundestag vor Wochen bereits eine grundsätzliche Einigung auf Ebene der Fraktionschefs gegeben hat, wurde die Wahl der Potsdamer Professorin schließlich kurz vor knapp seitens der Union von der Tagesordnung genommen. Seither diskutiert Deutschland über die Folgen dieser Entscheidung, die Rolle des Fraktionschefs von CDU und CSU – sowie über eine Juristin, die sich massiv missverstanden und angefeindet fühlt. Trägt die Union daran eine Mitschuld? Fragen dazu an den Wahlkreisabgeordneten für Kronach, Coburg und Geroldsgrün, Jonas Geissler (CSU).