Siegfried Gerhart sprach dabei auch die Gesangsproben im Betrieb an. „Wir haben uns jeden Dienstagnachmittag im Mitarbeitercasino zur Probe getroffen und die jeweiligen Sänger wurden dabei von ihrer Arbeit bei fortlaufender Bezahlung freigestellt. Selbstverständlich haben wir auch sämtliche Betriebsfeste oder Weihnachtsfeiern, Sommerfeste umrahmt und haben den Namen Kugelfischer auch bei Auftritten des Fränkischen Sängerbundes, bei vielen anderen Konzerten oder sogar Werbeveranstaltungen unterstrichen“. Im Werk Eltmann habe man auch einmal den „Stadtsängertag“ veranstaltet.
Die Qualität des „Kugelfischer-Sängerchores“ habe man natürlich auch den Dirigenten zu verdanken. Da erwähnte Lorenz Dümpert insbesondere Professor Karl Haus, der den Chor von 1961 bis 1995 und damit 34 Jahre leitete. Sogar bis zu Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen habe man es gebracht und sei dazu aufs Schloss Saaleck bei Hammelburg zu fahren, um hier in einem Studio beste Aufnahmen zu produzieren. 1995 habe dann Musiklehrer Adam Georg Micsa den Dirigentenstab übernommen. „Beide Dirigenten führten den Sängerchor zu Höchstleistungen.“
Lorenz Dümpert erinnerte aber auch an den Übergang des Werkes von Kugelfischer auf die Firma Schäffler, womit auch der Sängerchor nicht mehr diese Aufmerksamkeit und Unterstützung bekam. Und nun soll ja in naher Zukunft der ganze Betrieb in Eltmann geschlossen werden. Dies habe auch dazu geführt, dass keine jungen Sänger mehr zum Chor stießen und man in letzter Zeit nur noch mit 9 bis 11 Sängern auftrat. Dabei liege die letzte Probe wegen der Pandemie schon eineinhalb Jahre zurück. Man war sich deswegen unsicher, dass man sogar für ein kleines „Abschlusskonzert“ den richtigen Ton treffe. Dies gelang aber voll bei den Liedern „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ und „so jung wie heute sehen wir uns nie wieder“.