Kulmbach - Sie haben es in die deutschlandweiten Schlagzeilen geschafft. Gleich mehrere nationale Fernsehteams sind auf dem Weg nach Kulmbach und wollen ergründen, was es mit den beiden Jungs auf sich hat, die am Montagnachmittag in Ziegelhütten eine regelrechte Spur der Verwüstung hinter sich gelassen haben. Alexander Horn von der Kulmbacher Polizeiinspektion hat die Straftaten gezählt, die die zwei Brüder in kürzester Zeit begangen haben. Sieben verschiedene Taten wurden registriert. Noch ist nicht klar, ob das schon alles war. Brandstiftung und Diebstahl stehen auf der Liste, Sachbeschädigungen an diversen Fahrzeugen und Gebäuden. Sogar eine Umweltstraftat ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Strafe droht den Tätern aber nicht. Die Brüder, die in Kulmbach nun schon unter dem Spitznamen "Früchtchen" geführt werden, sind gerade vier und sechs Jahre alt. Sie hatten nicht zum ersten Mal mit der Polizei zu tun. "Die Kinder haben nicht zum ersten Mal etwas angestellt. Sie sind uns schon öfter aufgefallen. Aber diesmal waren die Folgen schlimmer", erklärt Alexander Horn.