Kunst unter dem Hammer Borneff-Grafik wird versteigert

Werke des bekannten Coburger Künstlers stehen zur Auktion. Der Erlös kommt der Initiative Stadtmuseum zugute.

Die Lithografie „Schaufensterpuppen“ schuf Borneff um 1972. Foto: Initiative Stadtmuseum

Mit seinem zeitkritischen Realismus fand der Coburger Künstler Friedrich-Karl Borneff (1930 – 2000) in den 1960er-Jahren international Aufmerksamkeit. In Coburg wurde er letztmals 1994 mit einer Ausstellung auf der Veste gewürdigt. Einige seiner grafischen Werke stehen nun zur Auktion: Im Anschluss an seine Hauptversammlung lädt der Verein „Initiative Stadtmuseum“ am Dienstag, 16. Mai, um 19 Uhr zur Versteigerung in den kleinen Saal des Münchner Hofbräu ein.

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„Unter den Hammer“ kommen Zweitdrucke oder sogenannte Lichtpausen von Grafiken, die die Initiative Stadtmuseum aus einem Nachlass erworben und im Original oder Erstdruck den Städtischen Sammlungen zur Verfügung gestellt hat. Die Einnahmen der Versteigerung dienen auf Grundlage von symbolischen Preisen ausschließlich den gemeinnützigen Zwecken des Vereins. Die Werke sind einsehbar unter https://initiative-stadtmuseum-coburg.de.

Kriegserfahrung, Zerstörung, Naziterror, aber auch Nachkriegsthemen wie der Stalinismus im Osten, der Konsumwahn im Westen, soziale Ungerechtigkeit, Isolation, Entwürdigung, Ausgrenzung und die Zerstörung der Umwelt gehören zu Borneffs Themen. Direkt nach Kriegsende zog der 15-Jährige mit der Kamera durch Coburg, um die Spuren der Verwüstung und den Aufbruch zu dokumentieren. Von 1949 an studierte er an der Hochschule der Bildenden Künste in München Malerei, Grafik, Radiertechnik und Kunsterziehung, später auch Philosophie und Kunstgeschichte. Nach Studienreisen nach Italien und Referendariaten in Nürnberg und München kehrte er 1955 in seine Geburtsstadt zurück. Bis Mitte der 70er-Jähre unterrichtete Borneff als Kunsterzieher am Neustadter Arnold-Gymnasium.