Kunstverein Coburg Kunstpreis für Lockenwickler

Bei der Eröffnung der Jahresausstellung wurde der blauorange-Preis der VR-Bank verliehen. Keramik, Konzeptkunst und „Verstrickungen“ wurden ausgezeichnet.

Nicola Schnier, Achim Weinberg und Simone Hamann wurden im Kunstverein mit dem Kunstpreis blauorange der VR-Bank ausgezeichnet. Foto: ProMedia/Rosi Jörig

Mehr als 350 Besucherinnen und Besucher erlebten am Samstag die Eröffnung der Jahresausstellung im Coburger Kunstverein. Unter dem Motto „Die Kunst ist weiblich?“ zeigt sie bis 14. Dezember Werke von 123 Künstlerinnen und Künstlern zwischen 16 und 99 Jahren aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Spektrum umfasst Malerei, Zeichnung, Aquarell, Gouache, Fotografie, Skulptur, Lithographie, Holz- und Linolschnitt, Radierung, Mezzotinto, Monotypie, Fine Art Print, Collage, Assemblage, Keramik, Metall, Glas, Computerkunst, Weberei, Textil, Filzkunst, Installation und Videokunst.

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Beziehungen I von Nicola Schnier. Foto: Kunstverein

Im Mittelpunkt der Vernissage stand die Verleihung des Kunstpreises blauorange der VR-Bank Coburg durch Matthias Herpich. Die Bildhauerin Nicola Schnier (Ahorn)wurde ausgezeichnet für ihre Skulptur „Beziehung I“ aus Carraramarmor, die die Sehnsucht des Menschen nach Vervollständigung durch „die andere Hälfte“ versinnbildlicht.

Colleen mit Lockenwickler-Dokument von Achim Weinberg.  Foto: NP/Dieter Ungelenk

Der Nürnberger Konzeptkünstler Achim Weinberg überzeugte die Jury mit seinen Objekten aus gebrauchten Lockenwicklern, die er mit den Lebensgeschichten ihrer Benutzerinnen verknüpft. Die konkrete Künstlerin Simone Hamann (Hundersdorf) erhielt den Preis für ihre Werkserie „Verstrickungen“ ihre Großmutter würdigt, stellvertretend für die hart arbeitenden Frauen ihrer Generation, deren Lebensleistungen weithin missachtet wurden.

Verstrickungen von Simone Hamann Foto: Kunstverein

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von Helena Trunk und Anouk Rehm von der Waldorfschule Haßfurt mit Oboe und Violine.

Am 21. November, hält Christian Porzelt M. A. vom Jüdischen Museum Augsburg um 19 Uhr im Kunstverein einen Vortrag über die jüdische Kunstszene in Berlin um 1900. Am 30. November findet um 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt. Gleichzeitig führt die Soroptimist International-Preisträgerin Aja von Loeper durch ihre Ausstellung. Um 15 Uhr werden die Künstlerspenden verlost.