Bayreuth – Zwei Tage nach der wilden Schießerei zwischen dem 53-jährigen Obdachlosen Michael Krause und zwei Polizeibeamten wird am Dienstag nicht nur bei den Streifenbeamten der Polizeidirektion Bayreuth der spektakuläre Fall immer noch betroffen diskutiert. Auch der Bayreuther Polizeichef Thomas Schreiber macht keinen Hehl daraus, dass es vor allem zwei Fragen sind, die im Kollegenkreis die Runde machen: Wie werde ich mich als Streifenpolizist künftig bei Routinekontrollen verhalten? Wie ist es möglich, dass trotz Einsatz so genannter Mann-Stopp-Munition der Angreifer auch mit fünf schweren Treffern in der Brust noch mindestens einmal auf die Beamten zurückfeuern kann? Letztere Frage wird wohl eine Diskussion bis in höchste Polizei- und Expertenkreise auslösen, ob die noch gar nicht so lange eingeführte Spezialmunition mit der vermeintlich schnell kampfunfähig machenden Wirkung tatsächlich das beste Mittel zum Eigenschutz der Beamten ist.