Rödental -Die international bekannten Hummel-Figuren stellt Goebel seit 1935 her. Weltweit gibt es zahlreiche Hummel-Clubs und „Chapters“, wie sie in den USA genannt werden. Bisher wurden sie von Rödental aus betreut. Die Zahl der Sammler ist stark zurückgegangen: Früher gab es weltweit 250.000 Clubmitglieder, inzwischen sind es nur noch 150.000 in rund 50 Ländern.

Laut Unternehmenssprecher Sebastian Brunner machte die Konsumflaute den Hummel-Figuren schwer zu schaffen. „Die Nachfrage ist rasant zurückgegangen. Das Geschäft war defizitär.“ Vor allem der US-Markt, wohin jede zweite der Porzellan-Figuren exportiert wurde, brach in Folge des schwachen US-Dollars ein. Um 60 bis 70 Prozent wurden die Stücke dadurch teurer. Außerdem hat gerade die etwas ältere Mittelschicht unter der Finanzkrise gelitten. „Diese Käuferschicht hat sehr stark abgenommen.“ Für GIs und US-Touristen strahlen die Hummel-Figuren Behaglichkeit und deutsche Gemütlichkeit aus. Sie wurden gerne als Souvenirs mit nach Hause gebracht.