Hof - Was braucht der Mensch im Alter? Sind alte Menschen am besten in Heimen aufgehoben oder doch in ihren Familien? Kann ihre Pflege in Zukunft überhaupt noch finanziert werden? Um diese und andere Fragen drehte sich eine Podiumsdiskussion am Samstagnachmittag im Gemeindehaus der Lutherkirche in Hof, die der Arbeitskreis Gerontopsychiatrie in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) der Landkreise Hof und Wunsiedel im Rahmen der Informationsveranstaltung "Erfülltes Leben - wie viel Gesundheit können wir uns im Alter leisten?" organisiert hatte.

Eines stellte Frankenpost-Redaktionsdirektor Werner Mergner, der die Diskussion moderierte, gleich zu Beginn heraus: "Alt sein ist keine Krankheit, sondern ein besonderer Lebensabschnitt." Ein Abschnitt, mit dem man sich jedoch rechtzeitig beschäftigen sollte, wie Dr. Lothar Franz, ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Rehau, betonte: "Schon die 40- und 50-Jährigen müssten darauf vorbereitet werden, wie sie das Skript ihres Lebens zu einem würdigen Abschluss bringen." Denn wer in diese Phase nicht einfach hineinschlittert, sondern sich "aktiv entscheidet", wie er diese Jahre verbringen will, "dem geht es definitiv besser", meinte Ilka Huber, Pfarrerin in der Altenheimseelsorge. Möglichkeiten gebe es viele: nicht nur Altenheime oder die eigene Familie, sondern auch Seniorenwohnungen, Einrichtungen für betreutes Wohnen und Senioren-Wohnungsgemeinschaften.