Heidelberg - Mit der Finanzkrise hat sich die Klientel der Gerichtsvollzieher deutlich geändert. "Wir haben es mit einer neuen Art von Schuldnern zu tun", sagte Rüdiger Majewski, Vorsitzender des Deutschen Gerichtsvollzieher Bundes (DGVB), am Freitag in Heidelberg. "Inzwischen sind längst nicht mehr hauptsächlich Arbeitslose von der Zwangsvollstreckung betroffen. Neben Verbrauchern trifft es zunehmend Mittelständler oder Gastronomen", sagte Majewski in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Diese gerieten oft durch die zähe Vergabe von Krediten in Zahlungsschwierigkeiten. Angesichts der neuen Situation sei die Sozialverträglichkeit bei einer Zwangsvollstreckung umso wichtiger, sagte der Verbandsvorsitzende.