München - "Regierungskrise". Christian Ude wählt das Wort mit Bedacht. Nichts kann ein Ministerpräsident fünf Monate vor einer entscheidenden Wahl weniger gebrauchen als fehlendes Vertrauen in seine Mannschaft. Der SPD-Herausforderer Ude befeuert deshalb die bis ins Kabinett Seehofer reichende Affäre um die Beschäftigung von Verwandten auf Kosten der Steuerzahler durch zahlreiche Landtagsabgeordnete mit diesem Wort bewusst und zielgenau an dem Tag, als sich Horst Seehofer von seiner CSU zum Spitzenkandidaten küren lassen will.