Münchberg
– Er läuft fast täglich. Aber er läuft selten in festen Bahnen. Vielleicht folgt er auch deshalb bei seinem Sport mehr dem Instinkt, dem Bauchgefühl, horcht in sich hinein und handelt danach. Matthias Flade ist ein Ausdauersportler der etwas anderen Art und hat gerade das erfolgreichste Jahr seiner Karriere hinter sich – als Bergläufer und als Botschafter Hochfrankens. Flade ist zwar seit Jahren in Bamberg zuhause, startet aber weiterhin für den Skiclub Münchberg und hält seiner alten Heimat die Treue, nicht zuletzt als Stammgast bei Veranstaltungen wie dem Fichtelgebirgsmarathon und dem Steinachtallauf.

Auch auf diesen Strecken geht es ordentlich bergauf und bergab. Seine tiefere Leidenschaft lebt der 29 Jahre alte Lehrer, der möglichst bald eine feste Anstellung erhofft, in den Alpen aus. Dort bewältigt er im Laufschritt bis zu 2000 Höhenmeter am Stück, etwa beim Inferno-Lauf im Berner Oberland. Dort wurde er im vergangenen Jahr Zehnter. Das war die eine bemerkenswerte Platzierung in Flades erfolgsreichstem Jahr. Die zweite war Rang neun bei der Europameisterschaft im Extremberglauf, die in Rodi im Tessin stattfand. Unter etwa 1000 Teilnehmern war der Münchberger bester Deutscher.