Kulmbach/München - Es ist ein sehr emotionales Thema, bei dem Hubert Aiwanger und die Freien Wähler wohl eine Menge Rückendeckung aus der Bevölkerung haben. Das G 8, das um ein Jahr Schulzeit verkürzte Gymnasium, ist auch nach jetzt zehn Jahren alles andere als beliebt bei Schülern, Lehrern und Eltern. Gemeinsam klagen alle über zu viel Druck, zu viel Tempo und zu wenig angepasste Lehrpläne. Am kommenden Dienstag wollen die Freien Wähler in der Landtagsfraktion entscheiden, ob sie ein Volksbegehren anstoßen wollen, um zum neunstufigen Gymnasium zurückzukehren - oder wenigstens die Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjähriger Schulzeit bis zum Abitur möglich zu machen. Dass im G 8 bei Weitem nicht alles reibungslos läuft, haben inzwischen alle Landtagsparteien erkannt. Was allerdings zu tun wäre, um die Misere zu beheben, darüber sind sich die Parteien uneins. Hubert Aiwangers Vorstoß könnte sich zu einem der beherrschenden Themen im kommenden Landtagswahlkampf entwickeln.
Länderspiegel Freie Wähler debattieren über Volksbegehren zum G 8
Von Melitta Burger 08.04.2013 - 00:00 Uhr