Hannover – Als das Urteil gegen den Supermarkt-Räuber fällt, atmen einige der betroffenen Kassiererinnen im Zuschauerrang auf. Frühestens in 21 Jahren wird der Mann, der bei einer Überfallserie quer durch Deutschland, darunter auch in Hof, Kulmbach und Pegnitz, seiner Forderung nach Geld oft mit Schüssen und Schlägen Nachdruck verliehen hat, wieder in Freiheit kommen. Das Landgericht Hannover verurteilt den Mann am Mittwoch wegen Raubmordes zu lebenslanger Haft, weil er bei einem Überfall einen 21-Jährigen erschossen hatte; das Opfer hatte ihn stoppen wollen. Außerdem stellt das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Haftentlassung frühestens nach 21 Jahren bedeutet.
Das Gericht stützt sein Urteil hauptsächlich auf eine Gesamtschau der Spuren, die der Täter Marek K. an den Tatorten hinterlassen hatte. Einen großen Teil davon hatten oberfränkische Ermittler beigesteuert. Sie sicherten in Hof, Kulmbach und Pegnitz DNA- und Fingerabdruckspuren des 42-Jährigen, der stets ohne Maske und Handschuhe auftrat. Vor allem aber war sein Handy zur Tatzeit stets an den Überfallorten eingeloggt. Nach dem Zugriff durch ein bayerisches Sondereinsatzkommando auf der Autobahn nach Dresden wurde der BMW des Räubers nach Bayreuth überführt und dort auf Spuren untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Wagen so ausgerüstet war, dass sein Fahrer blitzschnell zwischen deutschen und polnischen Kennzeichen wechseln konnte.
Der Überfall vom 3. Juni 2015 auf einen Hofer Lidl-Markt war unter jenen acht Fällen mit Schusswaffengebrauch, auf die sich die Verurteilung gründete. Die Überfälle in Kulmbach und Pegnitz gehörten zu den 16 Fällen, in denen die Strafverfolgung auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingestellt wurde, weil sie auf die Höhe der Strafe keinen Einfluss mehr hatten.
In der Urteilsbegründung hält der Vorsitzende Richter Wolfgang Rosenbusch dem Täter noch einmal die Folgen der Überfallserie vor, bei der er mit erheblicher krimineller Energie und unverhältnismäßiger Gewalt vorgegangen sei. Über Jahre, wenn nicht bis ans Lebensende, seien manche der Kassierinnen traumatisiert, denen der Täter seine halbautomatische Pistole auf die Stirn drückte oder neben denen er kurzerhand in die Kasse schoss. Das 21 Jahre alte Todesopfer wollte nur noch schnell vor Ladenschluss Leergut zum Supermarkt bringen. Für keines der Opfer hatte der 42-Jährige im Prozess eine Entschuldigung oder ein Wort übrig; der kräftig gebaute Mann mit Halbglatze zeigte kaum eine Regung.
Das Gericht stützt sein Urteil hauptsächlich auf eine Gesamtschau der Spuren, die der Täter Marek K. an den Tatorten hinterlassen hatte. Einen großen Teil davon hatten oberfränkische Ermittler beigesteuert. Sie sicherten in Hof, Kulmbach und Pegnitz DNA- und Fingerabdruckspuren des 42-Jährigen, der stets ohne Maske und Handschuhe auftrat. Vor allem aber war sein Handy zur Tatzeit stets an den Überfallorten eingeloggt. Nach dem Zugriff durch ein bayerisches Sondereinsatzkommando auf der Autobahn nach Dresden wurde der BMW des Räubers nach Bayreuth überführt und dort auf Spuren untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Wagen so ausgerüstet war, dass sein Fahrer blitzschnell zwischen deutschen und polnischen Kennzeichen wechseln konnte.
Der Überfall vom 3. Juni 2015 auf einen Hofer Lidl-Markt war unter jenen acht Fällen mit Schusswaffengebrauch, auf die sich die Verurteilung gründete. Die Überfälle in Kulmbach und Pegnitz gehörten zu den 16 Fällen, in denen die Strafverfolgung auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingestellt wurde, weil sie auf die Höhe der Strafe keinen Einfluss mehr hatten.
In der Urteilsbegründung hält der Vorsitzende Richter Wolfgang Rosenbusch dem Täter noch einmal die Folgen der Überfallserie vor, bei der er mit erheblicher krimineller Energie und unverhältnismäßiger Gewalt vorgegangen sei. Über Jahre, wenn nicht bis ans Lebensende, seien manche der Kassierinnen traumatisiert, denen der Täter seine halbautomatische Pistole auf die Stirn drückte oder neben denen er kurzerhand in die Kasse schoss. Das 21 Jahre alte Todesopfer wollte nur noch schnell vor Ladenschluss Leergut zum Supermarkt bringen. Für keines der Opfer hatte der 42-Jährige im Prozess eine Entschuldigung oder ein Wort übrig; der kräftig gebaute Mann mit Halbglatze zeigte kaum eine Regung.