Naila/Bayreuth - Der Geologie-Professor Harald Dill aus dem Nailaer Ortsteil Marlesreuth erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Professor Wolfgang Zech aus Bayreuth. Wie der Nordbayerische Kurier berichtet, hat der Bodenkundler 1984 zahlreiche Untersuchungsergebnisse von Dill in einer wissenschaftlichen Arbeit verwertet, ohne diesen in den Quellenangaben zu nennen. Dabei handle es sich um die 83-seitige Studie "Zur Kenntnis tertiärer Verwitterungsreste und Sedimente in der Oberpfalz und ihrer Umgebung". Zech habe "rund ein Drittel der untersuchten Geländeaufschlüsse und von mir erarbeitete Daten aufs Komma genau abgeschrieben, ohne den Urheber zu nennen", wirft Dill dem inzwischen emeritierten Professor Zech vor. Harald Dill war von 1978 bis 1979 als Doktorand am Lehrstuhl für Bodenkunde und Bodengeografie in Bayreuth. Inzwischen arbeitet er bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Wie das Blatt weiter berichtet, hat Zech trotz mehrfacher Aufforderung keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben.