Hof - Die Kasse jedes beliebigen Kaninchenzuchtvereins wird mitunter schärfer geprüft als die Finanzen eines Investment-Fonds, über den Millionen von Euro bewegt werden. Dies ist eine der betrüblichen Erkenntnisse, die man aus dem seit acht Monaten laufenden "Dubai-Gabi-Prozess" in Hof gewinnen kann. Am bislang letzten Verhandlungstag ging es dort um die Rolle eines Wirtschaftsprüfers. Der Schweizer Giuliano M. war eingesetzt, um zu überwachen, dass die jetzige Angeklagte Gabriele K.-R. ordnungsgemäß mit den Geldern des Sub-Fonds "Lucendro" umging. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft kann davon nicht die Rede sein. Zwischen Ende 2011 und Frühjahr 2013 verschwanden rund 28 Millionen Euro.