München - In Oberfranken gehen die Schülerzahlen seit Jahren zurück. Trotzdem erwartet Kultusminister Ludwig Spaenle, dass im Bezirk nur "in einigen wenigen Einzelfällen" Schulen geschlossen werden. Das teilte der Minister der SPD-Abgeordneten Inge Aures aus Kulmbach auf Anfrage mit. Bei den Grundschulen will Spaenle die Standorte dadurch erhalten, dass die Mindestschülerzahl vermindert wird. Außerdem soll es jahrgangskombinierte Klassen geben. Für die Haupt- und Mittelschulen müssten Schulverbünde geschlossen werden. An den Gymnasien und den Realschulen sei kein Standort bedroht, ergänzte Spaenle auf Anfrage. Nach den Prognosen des statistischen Landesamtes werden die Schülerzahlen in Oberfranken deutlich zurückgehen (siehe Grafik). Regional schwanken die Zahlen von einer relativ stabilen Entwicklung im Bereich der Stadt Bamberg bis zu dramatischen Rückgängen in den Landkreisen Hof, Wunsiedel, Kronach und Lichtenfels mit Werten zum Teil über minus 30 Prozent. Spaenle möchte Standortschließungen auf jeden Fall vermeiden. Dazu soll der Schulalltag so umorganisiert werden, dass der Rückgang bei den Schülerzahlen aufgefangen werden kann.