Das Bayerische Fernsehen fahndet zum dritten Mal via "Franken sucht den Supernarr" nach außergewöhnlichen Faschingstalenten aus Bayern. Dem Sieger winkt ein Live-Auftritt vor einem Millionenpublikum in der Kultsendung "Fastnacht in Franken". Über 200 Bewerber wurden zu den Castings der Sendung "Franken sucht den Supernarr" registriert.

Wochenlang haben sie gekämpft, gezittert und gebangt: Im Finale wetteifern die besten sechs Kandidaten aus ganz Bayern um den Titel "Supernarr 2014" und um den Einzug in die Prunksitzung von Veitshöchheim. Mit dabei ist auch Margit Lehner aus Schirnding, "Die scho widdä" aus Bamberg sowie die "Schdawiesne Funggnschbridze" aus Steinwiesen.


Margit Lehner: Sie liebt die Bühne und hat großen Spaß daran, Menschen zu unterhalten und zum Lachen zu bringen. Für eine Casting-Show hätte sich Margit Lehner dennoch nicht beworben - ihr selbst wäre das jedenfalls nie in den Sinn gekommen. Wie kam es dennoch dazu? Die Akteurin verschränkt die Arme, lehnt sich zurück und beginnt zu erzählen. "Normalerweise bewerben sich die Kandidaten selbst", erklärt sie. "Aber diesmal fragte das Bayerische Fernsehen bei den Faschingsgesellschaften nach und suchte nach geeigneten Bewerbern." Werner Geisler, Präsident der FaGe Rot-Weiß Schirnding, dachte sofort an Margit Lehner - der Frau mit der unschlagbaren Mimik. "Wenn ich ernst wirke, ruht sich mein Gesicht aus", meint sie lachend und fügt an, dass sie erst nach langer und reiflicher Überlegung zugesagt habe. Ohne große Ambitionen sei sie zum ersten Halbfinale nach Fürth gefahren und ließ das Ganze einfach auf sich zukommen. Ihren Berufsalltag bestreitet die lustige Schirndingerin in der Vollstreckung der Zollverwaltung. "Ich bin eine eingefleischte Schirndingerin und ein Fan des Fichtelgebirges", sagt sie überzeugt und im nächsten Augenblick kommt ihre schelmische, verschmitzte Seite zum Vorschein: "Fünf Tage wurde ich allerdings in die Oberpfalz entführt." Margit Lehner meint damit, dass sie im Klinikum Waldsassen zur Welt gekommen ist - unfreiwillig versteht sich. Geschadet hat es ihr bestimmt nicht, was ihr Humor und ihre Kreativität beweisen. Beides wird sie am 7. Februar im Bayerischen Fernsehen bei "Franken sucht den Supernarr" präsentieren.

Die scho widdä sind eine Gruppe aus dem Raum Bamberg und spielen hand- und hausgemachte Gaudi- und Wirtshausmusik. Die selbst komponierten Lieder mit lustigen, frechen, auch mal nachdenklichen fränkischen (Dialekt-) Texten beschreiben das schöne Frankenland sowie die liebenswerte, manchmal auch derbe Mentalität dieser Menschen. Dieses fränkische Projekt in seiner urig-eigenständigen Art erfreut sich einer wachsenden Fan-Gemeinde. Die musikalische Besetzung besteht aus Gesang, Akkordeon, Gitarre, Bass, Ratsche, Teufelsgeige und weiteren fränkisch-exotischen Instrumenten.

Als Schdawiesne Funggnschbridze rockt der Steinwiesener Elferrat mit seinem musikalischen Puppenspiel „Glaana Franggn“ (kleine Franken) den Saal. Robert Unglaub: „Das Spiel mit den Puppen haben wir irgendwann im Fernsehen gesehen. Das wollten wir auch machen. Zumal wir unsere Auftritte immer so gestalten müssen, dass der gesamte Elferrat involviert ist.“ Ihren Frauen haben sie viel zu verdanken: „Wir sind alle verheiratet und haben Kinder. Unsere Frauen halten uns den Rücken frei - ohne sie würde nichts gehen. Schließlich treffen wir uns oft zu Proben, sind also nicht daheim. Was gibt man nicht alles für die Fastnacht und für den Auftritt beim 'Supernarr'! Wenn wir gewinnen, gibt’s in Steinwiesen eine Riesenfete – mit allen Familien!“


In der Jury sitzen Bernd Händel, der Sitzungspräsident von "Fastnacht in Franken", der Fürther Komiker Martin Rassau sowie Pierre Ruby und seine Amanda als Gastjuror. Ein besonderes Schmankerl beim Finale: Der Gastauftritt der Sumbarcher Waschweiber, die als "Supernarren 2013" abgeräumt haben.

Am Freitag, 7. Februar, läuft von 22 bis 23 Uhr das Finale im Bayerischen Fernsehen.