Kulmbach - In Untersteinach und Ludwigschorgast haben Mediziner und Behörden bei einem Kindergartenkind und einem Erstklässler den Verdacht auf eine Masernerkrankungen. Das Gesundheitsamt hat deswegen umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen verhängt. Sieben nicht gegen diese gefährliche Erkrankung geimpften Kindern wurde bis zum kommenden Montag der Besuch von Schule oder Kindergarten untersagt. Der Leiter des Kulmbacher Gesundheitsamtes, Dr. Dieter Weiss, rief am Freitag alle Eltern auf, den Impfstatus ihrer Kinder zu überprüfen und sie nötigenfalls umgehend nachimpfen zu lassen. Für die unmittelbar betroffenen "Kontaktkinder" in den beiden Orten hatten Arztpraxen gestern Nachmittag eigens für Impfsprechstunden geöffnet. Bis Mittwoch sind die Behörden jetzt noch besonders wachsam. Wenn dann keine weiteren Verdachtsfälle aufgetreten sind, könne Entwarnung gegeben werden, heißt es vom Gesundheitsamt. Weltweit sind im Jahr 2003 mehr als eine halbe Million Menschen, meist Kinder, an Masern gestorben. In Bayern hat es in diesem Jahr bereits 30 Fälle dieser meldepflichtigen Krankheit gegeben.