Unter unserer Rubrik „Das interessiert keine alte Sau“ erinnern wir heute an Franz von Stuck, der vor genau 145 Jahren das Licht der Welt erblickt hat. Bei dem Mann handelt es sich nicht, wie der Name vermuten lässt, um einen deutschen Rennfahrer, sondern um einen Maler. Zu seinen berühmtesten Werken zählt „Der Wächter des Paradieses“: Ein junger Mann, der, mit Flammenschwert und Adlerschwingen ausgestattet, seine Aufgabe fest entschlossenen Blickes wahrnimmt. Aber wo ist der Wächter des Paradieses geblieben? Hat er seinen Resturlaub genommen oder einen über den Durst getrunken? Denn Verräter haben sich breit gemacht in den letzten Gärten Eden, in denen Steuerschuldner unbeschwert den Tag genießen. Wenn es jetzt ein paar Großkopferte erwischt, die mit Hilfe aus Liechtenstein ihre Portokasse aufgebessert haben, ist das schwer in Ordnung. Aber Experten haben ausgerechnet, dass sich die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen als die schlimmsten Sünder entpuppen. Menschen wie du und ich also, die ihre sauer verdienten Millionen und Milliarden an der Quellensteuer vorbei in die geliebten Steueroasen geschleust haben. Und so steht wieder einmal der von Missgunst geplagte kleine Mann am Pranger. Oh, Wächter des Paradieses, wir flehen dich an: Kehre an deinen Arbeitsplatz zurück! Oder hast du deinen Rausch noch nicht ausgeschlafen?